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ZufallsvariablenNeu: Das Wurzelzieher Mathepedia Forum. Jetzt registrieren und mit anderen Nutzern über Mathematik diskutieren! Eine Zufallsvariable oder Zufallsgröße ist ein Begriff aus dem mathematischen Teilgebiet Stochastik. Man bezeichnet damit eine Funktion, die den Ergebnissen eines Zufallsexperiments Werte zuordnet. Diese Werte werden als Realisationen der Zufallsvariable bezeichnet. Betrachtet man ein Zufallsexperiment Münzwurf, so kann man beispielsweise eine Zufallsvariable Die Zufallsvariable selbst wird üblicherweise mit einem Großbuchstaben bezeichnet (hier Während früher der Begriff Zufallsgröße (manchmal auch Zufallsveränderliche) der übliche deutsche Begriff war, hat sich heute (ausgehend vom englischen random variable) der etwas irreführende Begriff Zufallsvariable durchgesetzt. Zufallsvariablen sind jedoch Funktionen und dürfen nicht mit den Variablen verwechselt werden, die üblicherweise in der Mathematik eingesetzt werden. DefinitionAls Zufallsvariable bezeichnet man eine messbare Funktion von einem Wahrscheinlichkeitsraum in einen Messraum. Eine formale mathematische Definition lautet wie folgt:
In dieser Sprachregelung verständigt man sich darauf, dass aus dem Kontext klar ist, welcher Wahrscheinlichkeitsraum auf Einige Klassen von Zufallsvariablen mit bestimmten Wahrscheinlichkeits- und Messräumen werden besonders häufig verwendet. Diese werden teilweise mit Hilfe alternativer Definitionen eingeführt, die keine Kenntnisse der Maßtheorie voraussetzen: Reelle ZufallsvariableBei der reellen Zufallsvariable ist der Bildraum die Menge
Das bedeutet, dass die Menge aller Ergebnisse, deren Realisation unterhalb eines bestimmen Wertes liegt, ein Ereignis bilden muss. Mehrdimensionale ZufallsvariableBei der mehrdimensionalen Zufallsvariable (auch als n-dimensionaler Zufallsvektor bezeichnet) ist der Bildraum die Menge Komplexe ZufallsvariableBei der komplexen Zufallsvariable ist der Bildraum die Menge Mathematische Attribute für ZufallsvariablenVerschiedene mathematische Attribute, die in der Regel denen für allgemeine Funktionen entlehnt sind, finden bei Zufallsvariablen Anwendung. Die Häufigsten werden in der folgenden Zusammenstellung kurz erklärt:
KenngrößenZur Charakterisierung von Zufallsvariablen dienen einige wenige Funktionen, die wesentlichen mathematischen Eigenschaften der jeweiligen Zufallsvariable beschreiben. Die wichtigste dieser Funktionen ist die Verteilungsfunktion, die Auskunft darüber gibt, mit welcher Wahrscheinlichkeit die Zufallsvariable einen Wert bis zu einer vorgegebenen Schranke annimmt; Beispielsweise die Wahrscheinlichkeit höchstens eine Vier zu würfeln. Bei stetigen Zufallsvariablen wird diese durch die Wahrscheinlichkeitsdichte ergänzt, mit der die Wahrscheinlichkeit berechnet werden kann, dass die Werte einer Zufallsvariablen innerhalb eines bestimmten Intervalls liegen. Des Weiteren sind Kennzahlen, wie der Erwartungswert, die Varianz oder höhere mathematische Momente von Interesse. Funktionen von ZufallsvariablenWenn eine reelle Zufallsvariable Die kumulierte Verteilungsfunktion von
Für den Erwartungswert der Zufallsgröße und im stetigen Fall:
BeispielEs sei Dann ist
Fallunterscheidung nach
WeiterführendesZeitlich zusammenhängende Zufallsvariablen können auch als Stochastischer Prozess aufgefasst werden. Ein Folge von Realisationen einer Zufallsvariable nennt man auch Zufallssequenz. Literatur
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