Wurzelzieher

Inhalt

Vordenker der Aufklärung

Überblick

Wurzeln und Ausprägung

Protagonisten der Aufklärungsgedanken

  

Jean Jacques Rousseau: Geschichts- und Kulturphilosoph, Staats - und Gesellschaftstheoretiker, Zivilisationskritiker

  

Voltaire: Kämpfer gegen Kirche und Staat, populärer Autor der Aufklärung, Verfechter uneingeschränkter Meinungsvielfalt

  

David Hume: Empirist und Aufklärer

  

Immanuel Kant: Philosophische Definition der Aufklärung, Theoretische Grundlagen für „ewigen“ Frieden

Anmerkungen/ Literatur/ Siehe auch/ Weblinks

 

 

Vordenker der Aufklärung

Die enthüllte Wahrheit im Kreis der Künste und Wissenschaften. Illustration in der Enzyklopädie von 1772

Als Aufklärer (fr: Les Lumières), (engl: Enlightenment figures), (nl:Verlichtingsdenkers) werden Personen der europäischen und nordamerikanischen Geistesgeschichte im Zeitalter der Aufklärung bezeichnet, die das Denken mit den Mitteln der Vernunft von Vorurteilen und Aberglauben zu befreien suchten. Sie bemühten sich um die Entwicklung von Wissenschaft und Bildung als Basis eines technischen, kulturellen und politischen Fortschritts und begründeten ihre Auffassung, der freie Bürger könne, eigenständig denkend, nur an Verfassung und Recht gebunden, sein Leben selbst bestimmen. Nicht alle Vordenker der Aufklärung teilten diesen verbreiteten Kultur- und Geschichtsoptimismus.

Das epochale Hauptwerk der Aufklärung ist die Enzyklopädie, herausgegeben von Denis Diderot. Der Grundgedanke vieler Aufklärer - darunter der meisten Enzyklopädisten - besagte, dass die Vernunft im Stande sei, die Wahrheit ans Licht zu bringen und Tugenden zu fördern.

In einer Vor- oder Frühphase der Aufklärung vollzogen sich eine Loslösung der politischen Macht von der Religion (Säkularisierung) und eine starke Zentralisierung um einzelne Herrscherpersönlichkeiten (Absolutismus). In der weiteren Entwicklung versuchten sich die Untertanen von dieser Macht zu emanzipieren. Daraus ergab sich eine Bewegung entweder zu einer eher demokratischen Staatsauffassung in einer Republik oder in einer konstitutionellen Monarchie. In einer Verfassung sollten Bürger- und Menschenrechte garantiert werden. Die Herrscher des aufgeklärten Absolutismus, die selbst mit einigen Gedanken der Aufklärer sympathisierten, gewährten zahlreichen Verfolgten zeitweise Asyl und boten ihnen Publikationsmöglichkeiten.


Die Ideen der meisten Aufklärer sind in der Philosophie der Antike und dem Denken und Forschen der Renaissance verwurzelt, während das Mittelalter insgesamt kritisch gesehen wurde. Die natur- und geisteswissenschaftlichen Positionen der Aufklärer waren durchaus nicht einheitlich und wirken bis in die Gegenwart. Die Grundlagen der modernen Wissenschaften beruhen zu einem großen Teil auf Vorarbeiten der Aufklärer.

Während in Frankreich häufig Voltaire als der bedeutendste Aufklärer gesehen wird – man spricht vom „Jahrhundert Voltaires“ –, werden im angelsächsischen Raum oft John Locke und David Hume als die größten Aufklärer betrachtet. Im deutschen Sprachgebiet wird auf die herausragende Rolle Immanuel Kants verwiesen. Die Protagonisten der Aufklärung sahen diese Bewegung nicht als einen begrenzten Zeitabschnitt, sondern als Beginn einer grenzenlosen Ära, die den Menschen und seine Verantwortung in den Mittelpunkt stellt. – Von Anfang an gab es scharfe Kritik an den Konzepten der Aufklärer.

 

 

 

 

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