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Varietät (Linguistik)
Modell nach Coseriu

Varietäten im deutschen Sprachraum/ Siehe auch/ Literatur/ Weblinks/ Einzelnachweise

 

 

Varietät (Linguistik)

Modell nach Coseriu

Im Modell des Varietätenraumes (Eugenio Coseriu) manifestiert sich eine einzelsprachliche Norm in der


  • diatopischen (geografischer Bezug: Dialekte, Regiolekte)
  • diastratischen (in Bezug auf die Gesellschaftsschicht)
  • diaphasischen (in Bezug auf den kommunikativen Kontext, Intention, „Wie möchte der Sprecher beim Gegenüber erscheinen.“)
  • diasituativen (situationsabhängig)

Für diastratische Varietäten sind dabei Identität der Sprecher (beispielsweise Jugendsprache, Idiolekt, Frauensprache, Männersprache) und Zugehörigkeit zu einer Schicht oder Gruppe (Soziolekt, s. a. Bernstein-Hypothese) ausschlaggebend. Diaphasische Varietäten sind durch funktionelle und situative Orientierung gekennzeichnet (z. B. Fachsprachen, Umgangssprache). Die spezifische Varietätenstruktur einer Einzelsprache bezeichnet Eugenio Coseriu als Architektur der Sprache.

 

 

 

 

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