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Teleologie

Teleologie (altgr. τέλος télos ,Zweck, Ziel, Ende’ und λόγος lógos ,Lehre’) ist die Lehre, dass Handlungen oder überhaupt Entwicklungsprozesse an Zwecken orientiert sind und durchgängig zweckmäßig ablaufen. Der Begriff hat eine längere Vorgeschichte, der Ausdruck dafür wurde aber erst vom deutschen Philosophen Christian Wolff in seiner Philosophia rationalis, sive logica (1728) eingeführt.

Der Teleologie als Weltanschauung liegt die Annahme von entweder äußeren (transzendenten) oder inneren (immanenten) Zweckursachen zugrunde.

  • Nach der transzendenten Auffassung (Anaxagoras, Heraklit) wird die zweckmäßige Ordnung der Welt durch das Wirken einer zwecksetzenden Weltkraft (Nous, Logos) hergestellt; bei Platon durch die außerweltlichen Ideen; in der christlichen Theologie durch Gott oder die göttliche Vorsehung.
  • Die immanente Teleologie (Aristoteles) verlegt die Zweckursache in die Dinge selbst, denen damit ein Streben nach bestimmten Zielzuständen zugeschrieben wird.

Die dualistische Auffassung stellt Teleologie und Kausalität als einen sich einander ausschließenden Gegensatz gegenüber.

Monistische Positionen hingegen betrachten beide als sich ergänzende Aspekte, die nicht im Gegensatz zueinander stehen, sondern als unterschiedliche Auffassungsweisen desselben Geschehens in einer höheren Synthese miteinander vereinbar sind.


Strikt anti-teleologisch eingestellt ist die mechanistische Weltanschauung (Lucrez, Hobbes, Descartes, Spinoza).

Der konstitutiven Rolle, die Teleologie in diesen Ansätzen ausübt, kann ein ausschließlich heuristischer Gebrauch (in einem "regulativen" Sinne) gegenübergestellt werden. So werden in der modernen Wissenschaft der Teleologie analoge Vorgänge unter der Bezeichnung Teleonomie studiert.

 

 

 

 

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