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InhaltSchirmacher-Oase
| Schirmacher-OaseGeschichteDie Deutsche Antarktische Expedition von 1939 unter dem Befehl von Kapitän Alfred Ritscher benutzte zwei Flugboote vom Typ Dornier Wal, die von dem Katapultschiff Schwabenland gestartet wurden, zu Luftbildflügen. Der Flugkapitän des Flugbootes „Boreas“, Richardheinrich Schirmacher, entdeckte am 3. Februar 1939 vom Flugzeug aus die nach ihm benannte Oase und das Wohlthat-Massiv. Nowolasarewskaja-StationAm 10. März 1959 errichtete die Sowjetunion auf dem Schelfeis in der Region der Schirmacher-Oase die Forschungsstation Lasarew. Die Station wurde 1961 in die Oase selbst umgesetzt und erhielt den Namen Nowolasarewskaja. Die maximale Besatzung der Station beträgt im Sommer bis zu 70 Personen. Im Winter sind durchschnittlich 30 Wissenschaftler und Techniker in der Nowolasarewskaja-Station tätig. Die naturwissenschaftlichen Forschungen umfassen die Fachgebiete der Geodäsie, Glaziologie, Limnologie, Geomagnetik, Geologie, Biologie, Meteorologie, Seismologie und weitere Spezialgebiete. Georg-Forster-StationEtwa zwei Kilometer von der russischen Station Nowolasarewskaja entfernt, wurde am 21. April 1976 auf ca. 120 m. ü. M. die erste deutsche Forschungsbasis in der Antarktis, die Georg-Forster-Station eröffnet. 1987 wurde die von der DDR betriebene Station nach dem Naturforscher Georg Forster benannt. Insbesondere fanden die Ozonmessungen der Station internationale Anerkennung. Während des 17-jährigen Bestehens der Georg-Forster-Station arbeiteten dort über 100 Wissenschaftler. Der wissenschaftliche Betrieb der Forster-Station wurde im Februar 1993 eingestellt. Von 1993 bis 1996 wurde die Station komplett abgebaut und entsorgt. Teile der Schirmacher-Oase gehörten nach der Auflösung des Ostblocks zu den am stärksten verschmutzten Regionen der Antarktis. Polarforscher vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven und vom Arktis- und Antarktisforschungsinstitut in Sankt Petersburg beseitigten 1016 Tonnen Schrott und Abfälle von der ehemaligen DDR-Polarstation und von der russischen Station Nowolasarewskaja. Maitri-Station1981 legte auch Indien ein Antarktisprogamm auf. 1983 wurde in etwa 10 km Entfernung von der Schirmacher-Oase die Schelfeisstation „Dakshin Gangotri“ aufgebaut, die 1989 wegen ständiger Verwehungen aufgegeben werden musste. 1988 wurde in der Schirmacher-Oase, etwa fünf Kilometer von Nowolasarewskaja entfernt, die Maitri-Station errichtet. Maitri verfügt über eine meteorologische Station sowie ein geomagnetisches und seismologisches Beobachtungszentrum und bietet bis zu 26 Wissenschaftlern und Technikern Platz.
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