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Saalkirche

Beispiele für Saalkirchen

 

 

Saalkirche

Johanniskirche in Frankfurt-Bornheim, eine barocke Saalkirche

Innenraum der Saalkirche in Garz

Eine Saalkirche ist ein einschiffiges Kirchengebäude, das aus einem einzigen, saalartigen Raum besteht. Neben der Hallenkirche, der Basilika und dem Zentralbau ist sie einer der vier Grundtypen des christlichen Kirchenbaus. Es gibt allerdings keine klare Abgrenzung zwischen den einzelnen Gebäudeformen, und an vielen Kirchen hat sich im Laufe ihrer Baugeschichte eine Kombination aus verschieden Typen entwickelt.

Bedingt durch die relative Größe, mit der ein einziger Raum überspannt und gedeckt werden konnte, waren den Dimensionen der historischen Saalkirchen bauliche Grenzen gesetzt. Vielerorts – wo die Einwohnerzahl es nötig machte und die wirtschaftlichen Möglichkeiten gegeben waren – wurden ehemalige mittelalterliche Saalkirchen deshalb im Laufe der Jahrhunderte erweitert und mit dem Anbau weiterer Schiffe zu Hallenkirchen oder Basiliken erweitert. Mit der Entwicklung neuer Techniken und besserer Baustoffe konnten ab der Renaissance jedoch auch größere Räume überspannt werden. Die Grundform der Saalkirche ist das Rechteck, quadratische Kirchengebäude werden zu den Zentralbauten gezählt.

Saalkirchen sind in der Regel der Länge nach ausgerichtet, Altar und Chor befinden sich an einer der schmaleren Seiten und sind häufig nach Osten ausgerichtet (geostet). Seltener sind so genannte querschiffige Saalkirchen, deren Altarbereich die Längsseite einnimmt.


Diese Form des Kirchbaus fand erst seit der Renaissance starke Verbreitung, besonders im Protestantismus. Sie wurde zur Grundlage des modernen Kirchenbaus.

 

 

 

 

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