Wurzelzieher

Inhalt

Reformation

Voraussetzungen

  

Soziale und wirtschaftliche Faktoren

  

Politische Faktoren

  

Religiöse Faktoren

Luthertum in Deutschland

  

Entfaltung des reformatorischen Programms (1520)

  

Bann und Wormser Reichstag

  

Aufbau eines evangelischen Gemeindelebens (1522–1524)

  

Kritik an bestehenden Traditionen/ Neue Gottesdienstordnungen

Weitere Entwicklung in Deutschland

  

Protestation zu Speyer

  

Bekenntnisbildung und Konsolidierung

  

Politische Auswirkungen

Schweiz

Frankreich

  

Beginnende Verfolgung

  

Untergrundkirche

  

Hugenottenkriege

England, Schottland, Skandinavien und Niederlande

Reaktion der katholischen Kirche

Ausbreitung in Europa/ Konfessionalisierung

Bedeutung und Folgen

Literatur

Weblinks/ Einzelnachweise

 

 

Reformation

Die Konfessionen in Zentraleuropa um 1618

Reformation (v. lat. reformatio = Wiederherstellung, Erneuerung) bezeichnet im engeren Sinn eine kirchliche Erneuerungsbewegung zwischen 1517 und 1648, die zur Spaltung des westlichen Christentums in verschiedene Konfessionen (katholisch, lutherisch, reformiert) führte.

Die Reformation wurde in Deutschland überwiegend von Martin Luther, in der Schweiz von Johannes Calvin und Ulrich Zwingli angestoßen. Ihr Beginn wird allgemein auf 1517 datiert, als Martin Luther seine 95 Thesen auf die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg geschlagen haben soll, aber ihre Ursachen und Vorläufer reichen weiter zurück in die Geschichte. Die Entwicklung wird allgemein als mit dem Westfälischen Frieden 1648 für abgeschlossen betrachtet.

Anfänglich war die Bewegung ein Versuch, die römisch-katholische Kirche zu reformieren. Viele Katholiken in West- und Mitteleuropa waren beunruhigt durch das, was sie als falsche Lehren und Missbräuche innerhalb der Kirche sahen, besonders in Bezug auf die Lehre über und Verkauf von Ablassbriefen. Ein weiterer Kritikpunkt war die Käuflichkeit kirchlicher Ämter (Simonie), die den gesamten Klerus in den Verdacht der Korruption brachte.


Die Reformbewegung spaltete sich aufgrund unterschiedlicher Lehren in verschiedene protestantische Kirchen auf. Die wichtigsten Konfessionen, die aus der Reformation hervorgegangen sind, sind die Lutheraner und die Reformierten (darunter auch Calvinisten, Zwinglianer und Presbyterianer). Hinzu kommen die radikal-reformatorischen Täufer. In Ländern außerhalb Deutschlands verlief die Reformation zum Teil ganz anders. So entstand in England der Anglikanismus. In Ländern, die der römischen Kirche treu blieben, kamen manche Anliegen der Reformation in der Gegenreformation und auch der katholischen Reform zum Ausdruck.

 

 

 

 

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