|
| ||||||||||||||||||||||||
InhaltPrädikatenlogik
| PrädikatenlogikZentrale BegriffeQuantoren
Quantoren ermöglichen es, Aussagen darüber zu machen, auf wie viele Individuen ein Prädikat zutrifft. Der Existenzquantor sagt aus, dass ein Prädikat auf mindestens ein Individuum zutrifft, beschreibt also die Existenz mindestens eines unter das Prädikat fallenden Gegenstandes. Der Allquantor sagt aus, dass ein Prädikat auf alle Individuen zutrifft. Der Existenzquantor wird in halbformaler Sprache als „es gibt mindestens ein Ding, sodass...“ oder „es gibt mindestens ein Ding, für das gilt...“ ausgedrückt. In formaler Sprache werden die Zeichen Unmittelbar einsichtig ist die Verwendung von Quantoren bei einstelligen Prädikaten, zum Beispiel „_ ist ein Mensch.“ Die existenzquantifizierte Aussage würde lauten „Es gibt mindestens ein Ding, für das gilt: es ist ein Mensch,“ in formaler Sprache: Zum Herstellen der Beziehung zwischen einem Quantor und der Leerstelle, auf die er sich bezieht, werden meist Kleinbuchstaben vom Ende des lateinischen Alphabets verwendet, zum Beispiel die Buchstaben x, y und z; sie werden als Individuenvariablen bezeichnet. Die Leerstelle, auf die sich ein Quantor bezieht, bzw. die Variable, die zum Herstellen dieser Verbindung verwendet wird, bezeichnet man als durch den Quantor gebunden. Bindet man in einem mehrstelligen Prädikat eine Leerstelle durch einen Quantor, dann entsteht ein Prädikat von um eins niedrigerer Stelligkeit. Das zweistellige Prädikat L_1_2, „_1 liebt _2“, das die Relation des Liebens ausdrückt, wird durch Binden der ersten Leerstelle durch den Allquantor zum einstelligen Prädikat FormelGen :$\forall x Lx\_$: Kein Paramter für Hoch/Tiefstellung , sozusagen zur Eigenschaft, von jedem geliebt zu werden (der Allquantor bezieht sich auf die erste Leerstelle, in der das Individuum steht, von dem die Liebe ausgeht). Durch Binden der zweiten Leerstelle wird daraus hingegen das einstellige PrädikatInteressant sind Sätze mit Prädikaten, in denen mehr als eine Leerstelle durch einen Quantor gebunden wird. Die Möglichkeit der Behandlung solcher Sätze macht die große Leistungsfähigkeit der Prädikatenlogik aus, ist aber zugleich der Punkt, an dem das System für den Neueinsteiger etwas kompliziert wird und intensiverer Auseinandersetzung und Übung bedarf. Als kleiner Einblick in die Möglichkeiten der Prädikatenlogik sollen für das einfache zweistellige Prädikat L_1_2, das zum Beispiel wie oben gelesen werden kann als „_1 liebt _2“, alle Möglichkeiten aufgezählt werden, die Leerstellen durch Quantoren zu binden: Hasse-Diagramm der ImplikationenDie Matrizen veranschaulichen die Formeln für den Fall, dass fünf Individuen als Liebende und Geliebte in Frage kommen. Abgesehen von den Sätzen 1 und 3/4 handelt es sich um Beispiele. Die Matrix zu Satz 2 steht z.B. für „b liebt sich selbst.“; die zu Satz 9/10 für „c liebt b.“ Wichtig und instruktiv ist es, zwischen den Sätzen 6, Zwischen einigen dieser Sätze bestehen Folgerungszusammenhänge - so folgt etwa aus Satz 7 Satz 6, aber nicht umgekehrt. (Siehe Hasse-Diagramm) Mit dreistelligen Prädikaten können Formeln wie In natürlicher Sprache treten Quantoren in sehr unterschiedlichen Formulierungen auf. Oft werden Wörter wie „alle,“ „keine,“ „einige“ oder „manche“ verwendet, manchmal ist die Quantifizierung nur aus dem Zusammenhang erkennbar – zum Beispiel meint der Satz „Menschen sind sterblich“ in der Regel die Allaussage, dass alle Menschen sterblich sind.
Copyright- und Lizenzinformationen: Diese Seite basiert auf dem Artikel Prädikatenlogik aus der freien Enzyklοpädιe Wιkιpedιa und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). Liste der Autoren |
| ||||||||||||||||||||||
Load: 38; Render: 0; Total: 38