Wurzelzieher

Inhalt

Poisson-Verteilung

Herleitung

Eigenschaften

  

Erwartungswert, Varianz, Moment

  

Variationskoeffizient/ Schiefe und Wölbung/ Charakteristische Funktion/ Erzeugende Funktion/ Momenterzeugende Funktion

  

Reproduktivität/ Symmetrie

Beziehung zu anderen Verteilungen

  

Beziehung zur Normalverteilung/ Beziehung zur Erlang-Verteilung/ Beziehung zur Exponentialverteilung

Anwendungsbeispiele

  

Radioaktiver Zerfall/ Zählexperiment

  

Ineffiziente Zählung

  

Blitzeinschläge

  

Verstreute Reiskörner

  

Sportergebnisse

  Grenzwertüberschreitung

Zufallszahlen/ Literatur/ Weblinks

 

 

Poisson-Verteilung

Anwendungsbeispiele

Grenzwertüberschreitung

Die Anzahl nup poissonverteilter Ereignisse, die mit vorgegebener Wahrscheinlichkeit p < 1 nicht überschritten wird, lässt sich aus der Inversion der Verteilungsfunktion berechnen:

Nun ist keine elementare Form der Inversion der Verteilungsfunktion, bezogen auf ihr erstes Argument, bekannt. Außer dem punktweisen Berechnen der Inversion gibt es aber noch folgende Möglichkeit:

Man findet für dass zum Beispiel folgende Ausdrücke der Verteilungsfunktion kaum (< 1 %) von abhängen:

Allgemein liegt für hohe Werte von p > 0,9 die Verteilungsfunktion sehr nahe bei p, wobei xp das einseitige Quantil der Standardnormalverteilung darstellt und xp als Funktion der Wahrscheinlichkeit p durch bestimmt ist. Die rechte Seite der Gleichung für xp entsteht aus der Umkehrfunktion des Fehlerintegrals . Eine auch für den Taschenrechner geeignete Näherung liefert mit (Abweichung bei p > 0,95 kleiner als 0,5 %).


Der Ansatz für in ist zunächst motiviert durch die Tatsache, dass die Poisson-Verteilung für große in eine Normalverteilung mit Obergrenze übergeht. Das zusätzliche verbessert die Konstanz der Verteilungsfunktion bei kleinem lambda.

Für Mittelwerte wird mit Wahrscheinlichkeit p = 0,99 (99 %) maximal 1 Ereignis auftreten. Ist größer, dann berechnet sich die mit Wahrscheinlichkeit p zu erwartende größte Häufigkeit von Ereignissen nup in guter Näherung aus der einfachen Formel

Es empfiehlt sich, das Ergebnis aufzurunden. Damit wird bei vielfachen Wiederholungen (oder anders formuliert: auf lange Sicht) die Wahrscheinlichkeit, mit der Zahl der Ereignisse unter der Grenze zu bleiben, etwas erhöht. Mit p = 0,95 (entspricht xp = 1, 645) und sind also nicht mehr als nup = 10 Ereignisse zu erwarten.

 

 

 

 

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