Ökologie
Teildisziplinen der Ökologie
Aufgrund einer zunehmenden Bedeutung der Ökologie zur Gewinnung von Erkenntnissen zum Verständnis von Umwelt- und Gesellschaftsfragen entstanden verschiedene ökologische Teildisziplinen, deren Bezeichnungen sich vielfach auch in der Benennung von Forschungsinstituten finden.
- Eine Gliederung bezieht sich auf die Organismengruppen, die jeweils untersucht werden. Man unterscheidet zwischen Tierökologie, Pflanzenökologie und Mikrobenökologie.
- Eine weitere Gliederung ergibt sich nach den Großlebensräumen der Erde. Betrachtet wird dabei die marine Ökologie (Meeresökologie), die Süßwasserökologie (Limnologie) und die terrestrische Ökologie (Festlandsökologie).
- Die Geoökologie, welche das Zusammenwirken abiotischer Teilsysteme (Boden, Sicker- und Grundwasser usw.) untereinander und mit biotischen Teilsystemen untersucht, ist an einigen Universitäten als eigenständiges geowissenschaftlich orientiertes Fach etabliert.
- Die Bodenökologie untersucht die Zusammenhänge auf der Erdoberfläche im Hinblick z. B. auf die Landwirtschaft und Bodenfruchtbarkeit. Es handelt sich um ein Teilgebiet der Geoökologie.
- Die molekulare Ökologie untersucht die molekulargenetischen Grundlagen der Populationen und Lebensgemeinschaften sowie deren Veränderungen.
- Die Humanökologie untersucht die Wechselbeziehungen zwischen den Menschen und der Umwelt („man and environment“).
- Die Zivilisationsökologie beschäftigt sich primär mit den Auswirkungen der technischen Zivilisation auf Lebewesen und Lebensräume und den sogenannten Umweltproblemen sowie Lösungsansätzen zu ihrer Bewältigung und ist ebenfalls an einigen Universitäten als eigenständiges Fach etabliert. Teilgebiet der Zivilisationsökologie ist die Landschaftsökologie.
- Besonders hemerobe Ökosysteme sind Gegenstand der Agrarökologie und der Urbanökologie.
- Die Verhaltensökologie untersucht im weitesten Sinne die Wechselwirkungen von Verhalten und Umweltfaktoren.
- Die chemische Ökologie erforscht unter anderem die Rolle chemischer Signale in den Wechselbeziehungen von Organismen. Hieraus ergeben sich praktische Anwendungen wie die Entwicklung neuer Methoden zur biologischen Schädlingsbekämpfung.
- Die Paläoökologie, die die ökologischen Beziehungen vergangener Zeiten und Erdperioden untersucht.
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