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Monomanie

Geschichte des Begriffs

Konzept der Monomanielehre

Die Monomanielehre in der aktuellen Psychiatrie/ Populäre Rezeption des Begriffs/ Siehe auch

Literatur

 

 

Monomanie

Konzept der Monomanielehre

Esquirol stütze sich inhaltlich auf Matthey und Pinel.

Der französische Psychiater Charles Chretien Henry Marc (1771-1841) griff die Monomanielehre Esquirols auf und bereicherte diese um weitere Formen.

Monomanie und Persönlichkeitsmodell

Entsprechend einem im 19. Jahrhundert verbreiteten Persönlichkeitsmodell, das von drei abgrenzbaren Persönlichkeitsbereichen - Verstand/Gefühl/Wille – ausging, unterschieden Esquirol und Marc drei grundsätzliche Kategorien der „Monomanie“:

  • bei einer isolierten Störung der Verstandesfunktionen sprachen sie von „intellectueller Monomanie“ ,
  • bei isolierten Störungen des Gefühlsbereiches von einer „affectiven Monomanie“ und
  • bei isolierten Störungen des "Willens" von einer „instinctiven Monomanie“.

Arten von Monomanie


Sowohl bei Marc als auch bei Esquirol erfolgte die Klassifikation/Nomenklatur der verschiedenen einzelnen Monomaniearten nach eher äußerlichen, zufälligen Merkmalen, beispielsweise (bei der „instinctiven Monomanie“) nach der Art der begangenen Handlung, oder (bei der „intellectuellen“ oder der „affectiven Monomanie“) nach dem hervorstechenden Gedanken- oder Gefühlsinhalt. So gab es bei Esquirol u.a.:

  • „hypochondrische Monomanie“,
  • „religiöse Monomanie“,
  • „erotische Monomanie“,
  • „Selbstmordmonomanie“,
  • „Mordmonomanie“.

Marc geht grundsätzlich von einer prinzipiell unerschöpflichen Vielfalt von Monomanieformen aus und nennt als Beispiele:

  • „Monomanie des Reichtums, Ehrgeizes, Stolzes“,
  • „ascetische, religiöse Monomanie“,
  • „Dämonomanie“, *„Erotomanie“,
  • „Aidomanie“,
  • Kleptomanie“,
  • Pyromanie“,
  • „Monomanie aus Nachahmung“.

Von einer Reihe weiterer Autoren wurde in der Folge eine Unzahl weiterer Formen von „Monomanie“ hinzugefügt: z.B. die

  • „Poriomanie“ als Neigung zum Umherstreunen, oder die
  • „Dinomanie“ als Tanzleidenschaft (siehe z. B. Peters).

 

 

 

 

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