|
| ||||||||||
InhaltMonomanie
| MonomanieGeschichte des BegriffsDie Monomanielehre umfasste eine eigenständige Konzeption von psychischer Erkrankung, die in der Psychiatrie Ende des 19.Jahrhunderts zunehmend auf Kritik stieß und schließlich abgelehnt und verworfen wurde. Trotz Aufgabe der Monomanielehre haben sich noch zwei ihrer Begriffe gehalten: „Kleptomanie“ als „Monomanie des Diebstahls“ und „Pyromanie“ als „Monomanie der Brandstiftung“. Der Begriff selbst wurde vom französischen Psychiater Jean Etienne Dominique Esquirol (1772-1840) geprägt. Esquirol griff auf Konzepte seines Lehrers, des Psychiatriereformers Philippe Pinel (1745-1826), zurück. Pinel hatte bereits 1801 in seinem Hauptwerk „Traité médico-philosophique sur l’alienation mentale, ou la manie“ von der „Manie sans délire“ gesprochen, von einer „Wut“ bzw. „Raserei“, die ohne Geistesverwirrung (=„Delirium“) auftrete. Bereits im 17.Jahrhundert sprach der deutsche Arzt Michael Ettmüller von einer "mania sine delirio". Die Anregungen Pinels zur „Manie sans délire“ griff der Genfer Arzt André Matthey auf, der 1816 den Begriff der „Pathomanie“ vorstellte, und diese definierte als „perversion de la volonté et des penchants naturels sans lésion apparente des fonctions intellectuelles“ (Verkehrung des Willens und der natürlichen Neigungen ohne offensichtliche Störung der Verstandesfunktionen). In England stellte der Psychiater James Cowles Prichard zur gleichen Zeit (ca. 1835) das inhaltlich sehr ähnliche Konzept der "moral insanity" vor.
Copyright- und Lizenzinformationen: Diese Seite basiert auf dem Artikel Monomanie aus der freien Enzyklοpädιe Wιkιpedιa und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). Liste der Autoren |
| ||||||||
Load: 3; Render: 0; Total: 3