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MannigfaltigkeitNeu: Das Wurzelzieher Mathepedia Forum. Jetzt registrieren und mit anderen Nutzern über Mathematik diskutieren! Mannigfaltigkeit bezeichnet in der Mathematik einen topologischen Raum, der lokal einem gewöhnlichen Euklidischen Raum Mannigfaltigkeiten sind der zentrale Gegenstand der Differentialgeometrie; sie haben bedeutende Anwendungen in der theoretischen Physik. Einführendes BeispielEin gern gewähltes Beispiel für eine Mannigfaltigkeit ist eine Sphäre (= Kugeloberfläche), anschaulich etwa die Erdoberfläche: Jede Region der Erde kann man mit einer Karte auf eine Ebene Die Dimension einer Mannigfaltigkeit entspricht der Dimension einer lokalen Karte; alle Karten haben die gleiche Dimension. ÜbersichtWenn die Kartenwechsel hinreichend glatt sind, hat man eine differenzierbare Mannigfaltigkeit. Aus der Analysis bekannte Begriffe wie die Ableitung kann man auf natürliche Art auf differenzierbare Mannigfaltigkeiten übertragen. Eine Riemannsche Mannigfaltigkeit (nach Bernhard Riemann) besitzt mit der Riemannschen Metrik eine zusätzliche Struktur, die es erlaubt, Winkel und Entfernungen zu bestimmen. Warnung: Eine Sphäre ist ein Beispiel für eine Mannigfaltigkeit, die in einen Euklidischen Raum höherer Dimension eingebettet ist (eine Untermannigfaltigkeit). Eine solche Einbettung existiert zwar für jede Mannigfaltigkeit (vgl. Einbettungssatz von Whitney und Einbettungssatz von Nash). Die moderne mathematische Beschreibung von Mannigfaltigkeiten nimmt aber keinen Bezug auf einen Einbettungsraum. In der Physik finden differenzierbare Mannigfaltigkeiten Verwendung als Phasenräume in der klassischen Mechanik und als vierdimensionale pseudo-Riemannsche Mannigfaltigkeiten zur Beschreibung der Raum-Zeit in der Allgemeinen Relativitätstheorie und Kosmologie. Ränder, OrientierungEine Sphäre (=Kugeloberfläche) ist eine Mannigfaltigkeit ohne Rand. Eine Vollkugel dagegen ist eine Mannigfaltigkeit mit Rand; ihr Rand ist gerade die Kugeloberfläche. Wir verzichten hier auf eine technische Definition des Begriffs Rand (boundary) und weisen darauf hin, dass die im folgenden gegebene Definition des Begriffs Mannigfaltigkeit nur Mannigfaltigkeiten ohne Ränder einschließt. Mannigfaltigkeiten können orientierbar sein. Bekannteste Beispiele nicht-orientierbarer Mannigfaltigkeiten sind etwa das Möbiusband und die Kleinsche Flasche. Auch solche Mannigfaltigkeiten werden wir im weiteren nicht betrachten. Arten von MannigfaltigkeitenTopologische MannigfaltigkeitenEine topologische Mannigfaltigkeiten erben viele lokale Eigenschaften vom Euklidischen Raum: sie sind lokal wegzusammenhängend, lokal kompakt und lokal metrisierbar. Es ist nicht möglich, alle Mannigfaltigkeiten zu klassifizieren. Die zusammenhängenden 1-dimensionalen Mannigfaltigkeiten (ohne Rand) sind die reelle Zahlengerade Differenzierbare MannigfaltigkeitenUm differenzierbare Funktionen zu betrachten, reicht die Struktur einer topologischen Mannigfaltigkeit nicht aus. Es sei Auf einer Zu jeder (parakompakten) Diese Aussage ist aber für topologische Mannigfaltigkeiten der Dimension Komplexe MannigfaltigkeitenEine topologische Mannigfaltigkeit holomorph ist. Hierbei bezeichne Der wesentliche Unterschied zu gewöhnlichen differenzierbaren Mannigfaltigkeiten liegt weniger im Unterschied zwischen (Zusammenhängende) Komplexe Mannigfaltigkeiten der Dimension 1 werden als Riemannsche Flächen bezeichnet. TangentialbündelAn jedem Punkt Die Vereinigung aller Tangentialräume einer Mannigfaltigkeit bildet ein Vektorbündel, das Tangentialbündel genannt wird. Der Tangentialraum einer Mannigfaltigkeit Ein Unterbündel des Tangentialbündels ist das Einheitstangentialbündel Semi-Riemannsche MannigfaltigkeitenAuf einer "nackten" differenzierbaren Mannigfaltigkeit ist es nicht möglich Abstände, Winkel oder Volumen zu bestimmen. Semi-Riemannsche Mannigfaltigkeiten sind spezielle differenzierbare Mannigfaltigkeiten. Hier gibt es als sogenannte Metrik nicht unbedingt ein (positiv definites) Skalarprodukt, sondern nur eine symmetrische, nicht-ausgeartete Bilinearform. Mit dieser lassen sich Abstände, Winkel und Volumen definieren, wobei diese Begriffe jedoch nicht immer der anschaulichen Interpretation dieser Worte entsprechen. Nach dem Trägheitssatz von Sylvester lässt sich eine solche Bilinearform in einer Orthonormalbasis als Diagonalmatrix mit Einträgen von Ist die Signatur der Metrik (1,m-1), wobei m die Dimension der Mannigfaltigkeit ist, spricht man von einer Lorentz-Mannigfaltigkeit. Riemannsche MannigfaltigkeitenHauptartikel: Riemannsche Mannigfaltigkeit Will man Abstände, Winkel und Volumen so definieren, dass die Definition mit dem anschaulichen Verständnis dieser Begriffe übereinstimmt, so ist die üblichste Art, alle diese Größen festzulegen, die Angabe eines Skalarproduktes des Tangentialraums an jedem Punkt der Mannigfaltigkeit (oder äquivalent einer orthonormalen Basis von Tangentialvektoren). Eine solche Mannigfaltigkeit nennt man dann Riemannsche Mannigfaltigkeit. Riemannsche Mannigfaltigkeiten sind also Semi-Riemannsche Mannigfaltigkeiten, deren Metriken Skalarprodukte sind, also die Signatur (m,0) haben, wobei m die Dimension der Mannigfaltigkeit ist. Besteht nur die Forderung nach einer Längenmessung, gibt es die allgemeineren Finslerschen Mannigfaltigkeiten (auch Finsler-Geometrie). Lie-GruppenEine Lie-Gruppe Der Tangentialraum einer Lie-Gruppe ist die zugehörige Lie-Algebra.
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