Wurzelzieher

Inhalt

Kunststoff

Entwicklungsgeschichte der Kunststoffe

  

Entwicklung einer Kunststoffindustrie

Einteilung

  

Duroplaste

  

Elastomere

  

Thermoplastische Elastomere/ Internationales Kurzzeichensystem

Eigenschaften

  

Chemische Beständigkeit

  

Niedrige Verarbeitungstemperaturen/ Niedrige Leitfähigkeiten

Herstellung

  

Stufenpolymerisationen

  

Additive

Kunststoffindustrie

  

Verarbeitung

Wichtige Massenkunststoffe

  

Polypropylen

  

Polyvinylchlorid

  

Polystyrol

  

Polyurethan

  

Polyethylenterephthalat

Hochleistungspolymere

  

Elektrisch leitende Polymere

  

Kunststoffe in der Medizin

  

Kunststoffe für Hochtemperaturanwendungen

  

Kunststoffseile als Ersatz für Stahlseile/ Polymermembranen

Umweltproblematik

  

Kunststoffrecycling

  

Biologisch abbaubare Kunststoffe

Produktionsstatistik von Kunststoffen in Deutschland und der Welt

Gesundheitsgefahren/ Siehe auch/ Quellen

Literatur

  

Zeitschriften u. Aufsätze

Institute

Weblinks

 

 

Kunststoff

Stäbchenmodell des Polypropylens, Kohlenstoff blau – Wasserstoff grau

Als Kunststoff (organisches Polymer) (umgangssprachlich Plastik, Plast oder Plaste) bezeichnet man einen Festkörper, dessen Grundbestandteil synthetisch oder halbsynthetisch aus monomeren organischen Molekülen hergestellt wird.

Kunststoffe können sowohl aus linearen Ketten wie aus verzweigten und vernetzten Ketten bestehen. Die Kettenlänge der einzelnen polymeren Moleküle variiert zwischen einigen tausend Moleküleinheiten bis über eine Million monomeren organischen Moleküleinheiten. Chemiefasern, Kunstharze in Lack- und Klebstoffen sind auch synthetische Polymere aus monomeren organischen Molekülen. In der Wirtschaftsstatistik sind diese Produktgruppen jedoch getrennt ausgewiesen. Ein Werkstück aus Kunststoff besteht aus Millionen sehr langer, ineinander verschlungener Molekülketten (Polymeren), die aus sich stets wiederholenden Grundeinheiten (Monomeren) zusammengesetzt sind. Beispielsweise besteht der Kunststoff Polypropylen aus sich vielfach wiederholenden Propyleneinheiten (Erklärung im Bild rechts).

Ein herausragendes Merkmal von Kunststoffen ist, dass sich ihre technischen Eigenschaften, wie Formbarkeit, Härte, Elastizität, Bruchfestigkeit, Temperatur-, Wärmeformbeständigkeit und chemische Beständigkeit, durch die Wahl von Ausgangsmaterial, Herstellungsverfahren und Beimischung von Additiven in weiten Grenzen variieren lassen. Kunststoffe werden zu Formteilen, Halbzeugen, Fasern oder Folien weiterverarbeitet. Sie dienen als Verpackungsmaterialien, Textilfasern, Wärmeisolierung, Rohre, Bodenbeläge, Bestandteile von Lacken, Klebstoffen und Kosmetika, in der Elektrotechnik als Material für Isolierungen, Leiterplatten, Gehäuse, im Fahrzeugbau als Material für Reifen, Polsterungen, Armaturenbretter, Benzintanks und vieles mehr.


Synthetische Kunststoffe werden durch Polymerisation, Polyaddition oder Polykondensation aus Monomeren oder Prepolymeren erzeugt. Rohstoff ist meist gecracktes Naphtha. Halbsynthetische Kunststoffe entstehen durch die Modifikation natürlicher Polymere (vorwiegend Zellulose zu Zelluloid) während andere biobasierte Kunststoffe wie Polymilchsäure oder Polyhydroxybuttersäure durch die Fermentation von Zucker oder Stärke hergestellt werden.

Zelluloid – hier ein verwitterter Filmstreifen – gilt als das erste Thermoplast

 

 

 

 

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