Wurzelzieher

Inhalt

Kreiszahl

Mathematische Grunddaten

  

Die ersten 100 Nachkommastellen

  

Kettenbruchentwicklung/ Sphärische Geometrie

  

Bezeichnung mit dem mathematischen Symbol

Geschichte der Zahl – von Schätzungen zur Rekordjagd

  

Die alltägliche Praxis drängt zu ersten Schätzungen

  

Archimedes von Syrakus

  

Genauer und genauer – von Zu Chongzhi über Ludolph van Ceulen zu John Machin

Moderne Näherungsrechnung und Bestimmung

  

Berechnung mittels Flächenformel

  

Statistische Bestimmung

Geometrische Näherungskonstruktion/ Formeln, Anwendungen, offene Fragen

  Anwendungen, Nutzen heutiger Berechnungen
  

Offene Frage der Normalität

Sonstiges

  

Film, Musik, Kultur und Literatur

  

Pi-Sport

  

Entwicklung der Nachkommastellen von

  

Alternative Kreiszahl τ

Einzelnachweise/ Literatur/ Weblinks

 

 

Kreiszahl

Formeln, Anwendungen, offene Fragen

Anwendungen, Nutzen heutiger Berechnungen

Die Näherungswerte und -verfahren zur Kreiszahl waren lange Zeit insbesondere für die angewandten Wissenschaften wie etwa im Ingenieurbau sehr wertvoll; die neueren Näherungswerte hingegen haben bereits so viele Stellen, dass ein praktischer Nutzen kaum noch gegeben ist.

Es genügen beispielsweise zur Berechnung des Kreisumfangs auf einen Millimeter Genauigkeit


  • bei einem Radius von 30 Metern: vier Dezimalstellen von ,
  • beim Erdradius: zehn Dezimalstellen,
  • bei einem Radius mit dem Abstand Erde-Sonne: 15 Dezimalstellen.

Wie viele Stellen sind wohl erforderlich, um den größten in unserem Universum vorstellbaren realen Kreis mit der größten vorstellbaren Genauigkeit zu berechnen? Das Licht des Urknalls in Form der Mikrowellen-Hintergrundstrahlung erreicht uns aus einer Entfernung, die sich als das Produkt des Weltalters (etwa 1,3·1010 a) mit der Lichtgeschwindigkeit (etwa 300.000 km·s-1 oder 9,46·1015 m·a-1) ergibt, also rund 1,3·1026 m. Der Kreis mit diesem Radius hat also einen Umfang von etwa 8,17·1026 m. Die kleinste physikalisch sinnvolle Längeneinheit ist die Planck-Länge von etwa 10-35 m. Der Kreis besteht also aus 8,17·1061 Planck-Längen. Um ihn aus dem gegebenen Radius (vorausgesetzt, dieser wäre auf eine Planck-Länge genau bekannt) mit der Genauigkeit von einer Planck-Länge zu berechnen, würden also schon 62 Dezimalstellen von ausreichen.

Der derzeitige Rekord (Stand: August 2010) an numerischen Berechnungen liegt bei etwa 5 Billionen Dezimalstellen. Ein praktischer Nutzen dieser Rechnungen liegt in der Möglichkeit, die Computer-Hardware und -Software zu testen, da bereits kleine Rechenfehler zu vielen falschen Stellen von führen.

 

 

 

 

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