Wurzelzieher

Inhalt

Kreis

Worterklärungen

  

Tangente, Passante und Sekante

Formale Definition

Geschichte
  

Antike

  

Renaissance

  

19. Jahrhundert

Gleichungen

  

Funktionsgleichung/ Parameterdarstellung/ Komplexe Darstellung

Kreisberechnung

  

Durchmesser/ Krümmung

  

Weitere Formeln

Näherungsrechnungen

  

Annäherung durch Vielecke

Geometrische Sätze und Begriffe rund um den Kreis

  

Kreiswinkel und Winkelsätze

  

Sätze über Sehnen, Sekanten und Tangenten

  

Umkreise und Inkreise

  

Kreisspiegelungen und Möbiustransformationen

Konstruktionen mit Zirkel und Lineal

  

Thaleskreis/ Konstruktion von Tangenten

  

Flächenverdoppelung

  

Kreisteilung/ Konstruktion im digitalen Raster

Kreisberechnung in der Analysis

  

Flächeninhalt

  

Krümmung

  

Isoperimetrisches Problem

Verallgemeinerungen

  

Sphäre/ Kreise in der synthetischen Geometrie

Siehe auch/ Literatur/ Weblinks/ Einzelnachweise

 

 

Kreis

Geschichte

Kreise treten in der Natur auf, wie hier beim Tycho-Krater.

In der Technik ermöglicht die kreisrunde Form des Rades die rollende Fortbewegung.

Fragment des Papyrus Rhind

Titelblatt von Henry Billingsleys englischer Übersetzung der Elemente (1570)

Zeit der Ägypter und Babylonier

Schon zweitausend Jahre vor Christus beschäftigten sich die Ägypter in ihren Studien zur Geometrie mit dem Kreis. Die Kreiszahl π war ihnen unbekannt, jedoch hatten sie eine Formel entwickelt, mit deren Hilfe sie den Flächeninhalt A des Kreises näherungsweise bestimmen konnten. Sie zogen vom Durchmesser d ein Neuntel seiner Länge ab und multiplizierten das Ergebnis mit sich selbst. Sie rechneten also

und bestimmten so näherungsweise (mit einer Abweichung von nur etwa +0,6%!) den Flächeninhalt einer Kreisfläche. Diese Informationen wurden in der altägyptischen Abhandlung Papyrus Rhind gefunden.


Die Babylonier (1900 bis 1600 vor Christus) benutzten eine ganz andere Methode, um den Flächeninhalt der Kreisscheibe zu berechnen. Im Gegensatz zu den Ägyptern gingen sie vom Kreisumfang U aus, den sie als drei mal den Kreisdurchmesser d schätzten. Der Flächeninhalt wurde dann auf ein Zwölftel des Quadrates des Umfanges geschätzt, also

, mit einer Abweichung von –4,5% ein deutlich schlechteres Ergebnis.

Die Babylonier beschäftigten sich aber auch schon mit Kreissegmenten. Sie konnten die Länge der Sehne oder die Höhe des Kreissegments (die senkrecht auf der Sehnenmitte stehende Strecke zwischen Sehne und Umfang) berechnen.

 

 

 

 

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