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Inhalt

Komplexe Zahl

Definition

Notation

Rechnen in der algebraischen Form

  

Betrag einer komplexen Zahl/ Rechenbeispiele

Weitere Eigenschaften

Komplexe Zahlenebene

  

Polarform

  

Komplexe Konjugation

  

Umrechnungsformeln

  

Multiplikation und Division in der Polarform

Rechenoperationen 3. Stufe

  

Wurzeln/ Logarithmen

Pragmatische Rechenregeln

Konstruktion der komplexen Zahlen

  

Polynome: Adjunktion/ Matrizen

Geschichtliches

Anwendung

  

Komplexe Zahlen in der Elektrotechnik/ Komplexe Zahlen in der angewandten Mathematik

  

Komplexe Zahlen in der reinen Mathematik

Verwandte Themen/ Weblinks/ Einzelnachweise

 

 

Komplexe Zahl

Die komplexen Zahlen erweitern den Zahlenbereich der reellen Zahlen derart, dass die Gleichung x2 + 1 = 0 lösbar wird.

Dies gelingt durch Einführung einer neuen Zahl i mit der Eigenschaft i2 = -1. Diese Zahl i wird als imaginäre Einheit bezeichnet.

Der Ursprung der Theorie der imaginären Zahlen, das heißt aller Zahlen, deren Quadrat eine negative reelle Zahl ist, geht auf die italienischen Mathematiker Gerolamo Cardano und Rafael Bombelli bis ins 16. Jahrhundert zurück. Die Einführung der imaginären Einheit i als neue Zahl wird Leonhard Euler zugeschrieben.


Komplexe Zahlen werden meist in der Form dargestellt, wobei a und b reelle Zahlen sind und i die imaginäre Einheit ist. Auf die so dargestellten komplexen Zahlen lassen sich die üblichen Rechenregeln für reelle Zahlen anwenden, wobei i2 stets durch −1 ersetzt werden kann und umgekehrt. Für die Menge der komplexen Zahlen wird das Symbol (Unicode U+2102: ) verwendet.

Der so konstruierte Zahlenbereich der komplexen Zahlen bildet einen Körper und hat eine Reihe vorteilhafter Eigenschaften, die sich in vielen Bereichen der Natur- und Ingenieurwissenschaften als äußerst nützlich erwiesen haben. Einer der Gründe für diese positiven Eigenschaften ist die algebraische Abgeschlossenheit der komplexen Zahlen. Dies bedeutet, dass jede algebraische Gleichung vom Grad größer Null über den komplexen Zahlen eine Lösung besitzt, was für reelle Zahlen nicht gilt. Diese Eigenschaft ist der Inhalt des Fundamentalsatzes der Algebra. Ein weiterer Grund ist ein Zusammenhang zwischen trigonometrischen Funktionen und der Exponentialfunktion, der über die komplexen Zahlen hergestellt werden kann. Ferner ist jede auf einer offenen Menge einmal komplex differenzierbare Funktion dort von selbst beliebig oft differenzierbar, anders als in der Mathematik der reellen Zahlen. Die Eigenschaften von Funktionen mit komplexen Argumenten sind Gegenstand der Funktionentheorie, auch komplexe Analysis genannt.

 

 

 

 

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