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InhaltKalter Krieg
| Kalter KriegNATO und Warschauer Pakt im Kalten KriegAls Kalter Krieg wird der Konflikt zwischen den Westmächten unter Führung der USA und dem Ostblock unter Führung der Sowjetunion bezeichnet, den diese von 1945 bis in die 1980er Jahre mit allen Mitteln austrugen, ohne dass sich die Supermächte USA und Sowjetunion aber direkt militärisch bekämpften. Dabei wurden jahrzehntelang auf beiden Seiten politische, ökonomische, technische und militärische Anstrengungen unternommen, um den Einfluss des anderen Lagers weltweit einzudämmen oder zurückzudrängen. Mit eigenen Streitkräften griffen die USA 1950 und 1965 in „heiße“ Kriege um die Zukunft der nach dem Zweiten Weltkrieg gespaltenen Länder Korea und Vietnam ein und die Sowjetunion besetzte 1979 Afghanistan, um eine Bürgerkriegspartei zu unterstützen. In der Dritten Welt standen sich die Gegner in „Stellvertreterkriegen“ indirekt gegenüber. Wo sie den Übergang eines Staates in das gegnerische Lager befürchteten, mischten sich die USA und ihre Verbündeten mit verdeckten Operationen ihrer Geheimdienste durch die Organisation oder die Absicherung von Militärputschen ein, wie im Iran und Chile. Die Sowjetunion setzte in solchen Fällen ihre Streitkräfte bei der Niederschlagung eines Volkaufstands in der DDR ein, sowie zur Besetzung Ungarns und der Tschechoslowakei, um die amtierenden Regierungen zu beseitigen. Die 1968 entwickelte Breschnew-Doktrin sollte ein derartiges Vorgehen der Sowjetunion innerhalb des „sozialistischen Lagers“ auch für die Zukunft rechtfertigen. Der Konkurrenzkampf beider Systeme zeigte sich in der ideologischen Propaganda, an ihrem Wettrüsten, in der Wirtschaft und an den Entwicklungen in den Bereichen Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie (zum Beispiel Raumfahrtprogramme) der Supermächte und ihrer Verbündeten. Der Begriff des „Kalten Krieges“ als Bezeichnung einer Epoche ist problematisch, weil er in seiner Verallgemeinerung als „Krieg“ den ständigen Wandel der Beziehungen zwischen den „Blöcken“ vernachlässigt. Treffender ist die Bezeichnung Ost-West-Konflikt, die die Veränderung der historischen Situationen nicht vorwegnimmt. Dieser Konflikt geriet dreimal in Phasen mit bedrohlichem Charakter, sodass die Möglichkeit eines „heißen Krieges“ näher rückte: in der Berlin-Blockade 1948/1949, in der Kubakrise 1962, im Streit um die Mittelstreckenraketen von 1979 bis 1982/1983. Zwischen diesen Phasen kam es zu Perioden mit geringerer Konfliktintensität oder auch der Entspannung. Die Dauer des Kalten Krieges wurde in der Vergangenheit auch abweichend definiert. Während man heute in der Regel darunter praktisch die gesamte Nachkriegszeit ab 1945 bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 versteht, bezeichnete man vor 1989 üblicherweise nur den Zeitraum von circa 1947 bis 1972 als Periode des Kalten Krieges.
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