Wurzelzieher

Inhalt

Integralrechnung

Geschichte

Integral für kompakte Intervalle

  

Axiomatischer Zugang

  

Bezeichnungen/ Herkunft der Notation

  

Alternative Schreibweise in der Physik

  

Einfache Folgerungen aus den Axiomen

Stammfunktionen und der Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung

  

Eigenschaften von Stammfunktionen/ Unbestimmtes Integral/ Bestimmung von Stammfunktionen

[f(x)\cdot g(x)]_{a}^{b} - \int_a^b f(x)\cdot g'(x)\,\mathrm{d}x .

Anwendungen

Konstruktionen

  Riemann-Integral
  

Stieltjes-Integral

  

Lebesgue-Integral

Uneigentliche Integrale erster und zweiter Art

Verfahren zur Berechnung bestimmter und uneigentlicher Integrale

  

Exakte Verfahren

  

Besondere Integrale

Mehrdimensionale Integration

  

Wegintegrale

  

Integration über mehrdimensionale Bereiche

& \int_0^1\left[\tfrac13 x^3 + yx\right]_{x

\int_{\partial M}\vec F \cdot \mathrm d\vec r,/ Verallgemeinerungen/ Siehe auch

Literatur

Weblinks

 

 

Integralrechnung

Konstruktionen

Riemann-Integral

Bernhard Riemann

Ein Ansatz zur Berechnung des Integrals ist die Approximation der zu integrierenden Funktion durch eine Treppenfunktion.

Die Fläche wird durch die Summe der Flächeninhalte der einzelnen Rechtecke unter den einzelnen „Treppenstufen“ angenähert. Zu jeder Zerlegung des Integrationsintervalls kann man dazu einen beliebigen Funktionswert innerhalb jedes Teilintervalls als Höhe der Stufe wählen.

Dies sind die nach dem deutschen Mathematiker Bernhard Riemann bezeichneten Riemann-Summen. Wählt man in jedem Teilintervall der Zerlegung gerade das Supremum der Funktion als Höhe des Rechtecks, so ergibt sich die Obersumme, mit dem Infimum die Untersumme.


Die Differenz zwischen Ober- und Untersumme lässt sich durch das Produkt aus der – ebenfalls von Riemann eingeführten – totalen Variation und der maximalen Intervalllänge in der Zerlegung abschätzen. Somit konvergieren die riemannschen Zwischensummen gegen einen bestimmtes Integral genannten Wert, wenn die Breite der Rechtecke gegen Null strebt und die totale Variation endlich ist. Dieser Grenzwert kann nicht für alle Funktionen oder Integralgrenzen explizit berechnet werden. Das beschriebene Verfahren wird als Riemann-Integration bezeichnet.

Funktionen beschränkter totaler Variation sind alle stetigen und stückweise stetigen, sowie alle monotonen Funktionen. Umgekehrt kann man zeigen, dass es für solche Funktionen nur abzählbar viele Unstetigkeitsstellen geben kann und dass deren Anzahl für jede Sprunghöhe endlich ist.

Das Riemann-Integral kann nicht bei Integranden unendlicher Schwankung, zum Beispiel Funktionen mit oszillierenden Singularitäten wie oder der Indikatorfunktion der rationalen Zahlen im Intervall [0,1] angewendet werden. Deshalb wurden erweiterte Integralbegriffe von Henri Leon Lebesgue (Lebesgue-Integral), Thomas Jean Stieltjes (Stieltjesintegral) und Alfréd Haar eingeführt, die für stetige Integranden das Riemann-Integral reproduzieren.

 

 

 

 

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