Wurzelzieher

Inhalt

Integralrechnung
Geschichte

Integral für kompakte Intervalle

  

Axiomatischer Zugang

  

Bezeichnungen/ Herkunft der Notation

  

Alternative Schreibweise in der Physik

  

Einfache Folgerungen aus den Axiomen

Stammfunktionen und der Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung

  

Eigenschaften von Stammfunktionen/ Unbestimmtes Integral/ Bestimmung von Stammfunktionen

[f(x)\cdot g(x)]_{a}^{b} - \int_a^b f(x)\cdot g'(x)\,\mathrm{d}x .

Anwendungen

Konstruktionen

  

Riemann-Integral

  

Stieltjes-Integral

  

Lebesgue-Integral

Uneigentliche Integrale erster und zweiter Art

Verfahren zur Berechnung bestimmter und uneigentlicher Integrale

  

Exakte Verfahren

  

Besondere Integrale

Mehrdimensionale Integration

  

Wegintegrale

  

Integration über mehrdimensionale Bereiche

& \int_0^1\left[\tfrac13 x^3 + yx\right]_{x

\int_{\partial M}\vec F \cdot \mathrm d\vec r,/ Verallgemeinerungen/ Siehe auch

Literatur

Weblinks

 

 

Integralrechnung

Geschichte

Flächenberechnungen werden seit der Antike untersucht. Im 5. Jahrhundert vor Christus entwickelte Eudoxos von Knidos nach einer Idee von Antiphon die Exhaustionsmethode, die darin bestand, einen Körper durch regelmäßige Polygone auszufüllen. Er konnte durch diese Methode sowohl Flächen als auch Volumina einiger einfacher Körper bestimmen. Archimedes (287–212 v. Chr.) verbesserte diesen Ansatz, und so gelang ihm die exakte Integration einer Parabel, alles ohne Benutzung eines Grenzwertbegriffs. Er näherte Pi auf einen Wert zwischen und an.

Diese Methode wurde auch im Mittelalter benutzt. Im 17. Jahrhundert stellte Bonaventura Francesco Cavalieri das Prinzip von Cavalieri auf, wonach zwei Körper das gleiche Volumen haben, wenn alle parallelen ebenen Schnitte den gleichen Flächeninhalt haben. Johannes Kepler benutzte in seinem Werk Astronomia Nova (1609) bei der Berechnung der Marsbahn Methoden, die wir heute als numerische Integration bezeichnen würden. Er versuchte ab 1612, den Rauminhalt von Weinfässern zu berechnen. 1615 veröffentlichte er die Stereometria Doliorum Vinariorum („Stereometrie der Weinfässer“), später auch als keplersche Fassregel bekannt.


Ende des 17. Jahrhunderts gelang es Isaac Newton und Gottfried Wilhelm Leibniz unabhängig voneinander Kalküle zur Differentialrechnung zu entwickeln und so den Fundamentalsatz der Analysis zu entdecken (zur Entdeckungsgeschichte und zum Prioritätsstreit siehe den Artikel Infinitesimalrechnung; zum Integralzeichen und dessen Geschichte siehe Integralzeichen). Ihre Arbeiten erlaubten das Abstrahieren von rein geometrischer Vorstellung und werden deshalb als Beginn der Analysis betrachtet. Bekannt wurden sie vor allem durch das Buch des Adligen Guillaume François Antoine, Marquis de L’Hospital, der bei Johann Bernoulli Privatunterricht nahm und dessen Forschung zur Analysis so publizierte. Der Begriff Integral geht auf Johann Bernoulli zurück.

Im 19. Jahrhundert wurde die gesamte Analysis auf ein solideres Fundament gestellt. 1823 entwickelte Augustin Louis Cauchy erstmals einen Integralbegriff, der den heutigen Ansprüchen an Stringenz genügt. Später entstanden die Begriffe des Riemann-Integrals und des Lebesgue-Integrals. Schließlich folgte die Entwicklung der Maßtheorie Anfang des 20. Jahrhunderts.

 

 

 

 

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