Innere-Punkte-Verfahren
Herleitung
Vom heutigen Standpunkt aus gibt es verschiedene Wege, um Innere-Punkte-Verfahren zu motivieren. Eine Möglichkeit ist über Logarithmische Barrieren: Hierbei werden die Positivitätsbedingungen  durch logarithmische Strafterme  in der Zielfunktion ersetzt (hierbei ist  ein Parameter). Anstatt des Ursprungsproblems löst man also
 
Für kleine Werte von x wird - ln x sehr groß, man versucht also durch Bestrafung kleiner x-Werte die Lösung des Optimierungsproblems im Inneren der Menge der positiven Koordinaten zu halten. Diese Bestrafung wird umso kleiner, je kleiner der Parameter  ist. Im Grenzwert  erwartet man, dass die Lösung des Barriereproblems gegen die Lösung des Ursprungsproblems konvergiert. Das Barriereproblem ist ein (streng) konvexes Problem, seine (einzige, globale) Lösung findet man durch Anwendung des lagrangeschen Multiplikatorensatz als Lösung des (nichtlinearen) Gleichungssystems
 
Für jeden Wert  ist dieses Gleichungssystem eindeutig lösbar. Die Menge aller Lösungen für verschiedene  beschreibt einen Pfad (den zentralen Pfad), der das Analytische Zentrum des zulässigen Polyeders (für  ) mit der Lösung des Ursprungsproblems (für  ) verbindet.Algorithmisch kann das Gleichungssystem per Newton-Verfahren gelöst werden. In Innere-Punkte-Verfahren wird nach jeder Iteration des Newton-Verfahrens der Parameter  reduziert. Durch geeignete Heuristiken wird sichergestellt, dass die Konvergenz von  und die des Newton-Verfahrens synchron ablaufen.
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