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InhaltIndustrielle Revolution
| Industrielle RevolutionWirtschaftswandel im Zeichen des technischen FortschrittsNicht als nationale, sondern als regionale Erscheinung kam die industrielle Revolution in Gang. Nur wenige, eng umgrenzte Regionen standen am Anfang der Entwicklung. „Die Wiege der Industrialisierung Englands stand in der Grafschaft Lancashire“, heißt es bei Pierenkemper. Auch dort war es wiederum nur der südliche Teil, der mit seiner seit dem 16. Jahrhundert entwickelten Baumwollproduktion am Ende des 18. Jahrhunderts zur industriellen Produktionsweise überging, während das auf Leinenproduktion spezialisierte westliche Lancashire und der nordöstliche Teil der Grafschaft mit seinem Wolltuchgewerbe dahinter zurückblieben. Es war die britische Baumwollindustrie, die zwischen 1780 und 1790 eine jährliche Wachstumsrate von mehr als 12% erreichte, eine danach in dieser Branche nie wieder aufgetretene Größenordnung. Dazu trug erheblich bei, dass die Haupthandelsströme sich von den Binnenmeeren wie Mittelmeer und Ostsee auf den Atlantik verlagert hatten, was von englischen Handelshäusern intensiv genutzt wurde. Nach 1750 stieg das britische Außenhandelsvolumen dramatisch an, wobei Baumwolle sowohl für die Exporte wie für die Importe von überragender Bedeutung war. Anfang des 19. Jahrhunderts entfiel annähernd die Hälfte der britischen Exporte auf Baumwollprodukte, während Rohbaumwolle ein Fünftel der Importe ausmachte: „King Cotton“ galt als Herrscher über die englische Wirtschaft.
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