Wurzelzieher

Inhalt

Industrielle Revolution

Begriffsgeschichte

Die Entstehungsbedingungen in Großbritannien

Landwirtschaftlicher Vorlauf

Wirtschaftswandel im Zeichen des technischen Fortschritts

  

Beginnendes Maschinenzeitalter

  

Die Spinnmaschine und der mechanische Webstuhl

  

Die Dampfmaschine

  

Kohleabbau und Schwerindustrie

Entwicklung der Verkehrswege und Verkehrsmittel

  

Die Eisenbahn

  

Die Dampfschifffahrt

Kapitalismus im Werden

  

Kapitalbildung

  

Neue Formen der industriellen Produktion

  

Entstehung des Arbeitsmanagements

Sozialer Wandel und politische Folgen

  

Bevölkerungswachstum in gewandelter Umwelt

  

Urbanisierung und proletarische Existenzbedingungen

  

Widerstände und Reformansätze

  Revolutionslehre nach Marx und Engels
  

Entwicklung des Lebensstandards

Rezeptions- und Deutungsaspekte

Literatur

Siehe auch/ Weblinks/ Einzelnachweise

 

 

Industrielle Revolution

Sozialer Wandel und politische Folgen

Revolutionslehre nach Marx und Engels

Gustave Doré: Ein Hundeleben, 1872

Gelegenheit zur Sammlung unmittelbarer Eindrücke von den Existenzbedingungen der englischen Industriearbeiterschaft bot sich dem Wuppertaler Textilfabrikantensohn Friedrich Engels, als er 1842 im Rahmen seiner kaufmännischen Ausbildung in Manchester weilte, wo der Vater eine Baumwollspinnerei unterhielt. Ab 1844 stand Engels in engem Kontakt zu Karl Marx, der wie Adam Smith von der philosophischen Auseinandersetzung (insbesondere mit Hegel) zur nationalökonomischen gelangt war. Dazu entwickelte er aber gemeinsam mit Engels eine auf Überwindung des Kapitalismus gerichtete Auffassung. Wegen seiner oppositionellen Haltung wurde er von den preußischen Behörden aufgrund der Karlsbader Beschlüsse frühzeitig an einer Universitätslaufbahn gehindert und als Publizist über die Grenzen Deutschlands hinaus angefeindet, sodass er sich ab 1849 in London niederließ, wo er wie Engels Kontakte zu den Chartisten hatte und seit 1847 dem Bund der Kommunisten angehörte.

Als intellektuell führende Köpfe dieses Bundes verfassten Marx und Engels 1848 jenen Aufruf, der als Kommunistisches Manifest eine enorme historische Reichweite erlangen sollte. Zu Beginn ihres Beweisgangs, der die Überwindung kapitalistischer Strukturen in einer klassenlosen kommunistischen Gesellschaft vorsah, heißt es: „Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen.“ Für die unmittelbare Gegenwart sahen Marx und Engels aber eine nochmalige Zuspitzung des generellen historischen Klassenantagonismus’:


Der einerseits zur „Entfesselung der Produktivkräfte“ und zu ungekannter maschineller Produktionssteigerung führende Wettbewerb der Fabrikbesitzer-Bourgeoisie trage andererseits den Keim der unaufhaltsamen Selbstzerstörung in sich. Der Zwang zur Minimierung der Produktionskosten, um am Markt mit Niedrigpreisen für die erzeugten Waren konkurrenzfähig zu bleiben, treibe die kapitalistische Bourgeoisie zu fortlaufender Senkung der den Proletariern gezahlten Löhne. Diese würden dadurch in eine absolute Verelendung getrieben und hätten gar keine andere Möglichkeit, als sich schließlich massenhaft zusammenzuschließen, um gegen ihre Ausbeuter den Kampf aufzunehmen und eine Diktatur des Proletariats als Vorstadium der klassenlosen Gesellschaft zu errichten.

Sämtliche Ansätze zur sozialen Reform innerhalb der bestehenden Eigentumsverhältnisse an den Produktionsmitteln (landwirtschaftlich genutzte Böden, gewerblich Betriebe und Fabriken), sei es von staatlicher Seite oder durch Initiativen wie die Owens, hatten für Marx und Engels keine Zukunft, sondern dienten lediglich der Verschleierung der in Wirklichkeit unerbittlich zur proletarischen Revolution drängenden Verhältnisse. Darin eingeschlossen war bereits eine globale Perspektive:

Das Kommunistische Manifest schließt mit dem Aufruf:

 

 

 

 

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