Wurzelzieher

Inhalt

Industrielle Revolution

Begriffsgeschichte

Die Entstehungsbedingungen in Großbritannien

Landwirtschaftlicher Vorlauf

Wirtschaftswandel im Zeichen des technischen Fortschritts

  

Beginnendes Maschinenzeitalter

  

Die Spinnmaschine und der mechanische Webstuhl

  

Die Dampfmaschine

  

Kohleabbau und Schwerindustrie

Entwicklung der Verkehrswege und Verkehrsmittel

  

Die Eisenbahn

  

Die Dampfschifffahrt

Kapitalismus im Werden

  

Kapitalbildung

  

Neue Formen der industriellen Produktion

  

Entstehung des Arbeitsmanagements

Sozialer Wandel und politische Folgen

  

Bevölkerungswachstum in gewandelter Umwelt

  

Urbanisierung und proletarische Existenzbedingungen

  

Widerstände und Reformansätze

  

Revolutionslehre nach Marx und Engels

  

Entwicklung des Lebensstandards

Rezeptions- und Deutungsaspekte

Literatur

Siehe auch/ Weblinks/ Einzelnachweise

 

 

Industrielle Revolution

Landwirtschaftlicher Vorlauf

Wichtige Merkmale einer vorweg begonnenen und begleitenden „landwirtschaftlichen Revolution“ waren die Fruchtwechselwirtschaft, die Ausdehnung des Futterbaus und der Winterstallfütterung sowie die planmäßige Zuchtverbesserung und Ertragssteigerung des Viehbestandes. Vor dem Hintergrund einer steigenden Nahrungsmittelnachfrage infolge Bevölkerungswachstums verstärkten sich im 18. Jahrhundert die Bestrebungen einflussreicher Grundbesitzer im englischen Parlament, die zur allgemeinen Nutzung zur Verfügung stehende Allmende durch entsprechende gesetzliche Regelungen (Private Acts of Parliament) den jeweils eigenen Besitzungen gegen eine Ausgleichszahlung zuzuschlagen. Bedeutenden Anteil an der landwirtschaftlichen Produktivitätssteigerung hatte zudem die Ersetzung menschlicher Arbeitskraft durch die von Pferden. Zwischen 1700 und 1850 verdoppelte sich in England der Pferdebestand.


Die Auflösung der Allmenderechte (englisch Commons) im Rahmen der Enclosure Movement ("enclosures", Einhegungen) ermöglichte eine effizientere und weniger arbeitsintensive Nahrungsmittelproduktion. Die Kleinbauern aber kostete die Privatisierung des Gemeindelandes sowohl die Weiden als Futtergrundlage für ihr Vieh als auch die ihnen zugänglichen Wälder, aus denen sie sich vordem Brennholz und Rohmaterial für ihre Arbeitsgeräte beschaffen konnten. Ein erheblicher Anteil der landwirtschaftlich Beschäftigten konnte in dieser Lage den eigenen Lebensunterhalt im Agrarbereich nicht mehr erwirtschaften und strömte auf der Suche nach existenzsichernder Beschäftigung in die Städte (Landflucht). Diese Menschen gehörten mit zum Reservoir einer industriellen Lohnarbeiterschaft, die für die Fabrikarbeit gebraucht wurde.

 

 

 

 

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