Implikation
Eine Implikation (von lat. implicare „ver-, einwickeln“) bezeichnet
- bildungssprachlich die Einbeziehung einer Sache in eine andere; ein mitgemeinter, aber nicht explizit ausgedrückter Bedeutungsinhalt.
- in der Linguistik die semantische Implikation auf Grund von semantischen Beziehungen (intensionale Interpretation) oder die kontextuelle Implikation im Sinne von konversationellen Bedingungen.
- in der Logik die Verknüpfung von Aussagen a und b zu einer Aussage der Form „wenn a, dann b“. Man bezeichnet eine Reihe sehr unterschiedlicher Aussageverknüpfungen als Implikation; der Begriff ist daher mehrdeutig:
- Zum einen gibt es verschiedene objektsprachliche Implikationen, also Aussageverknüpfungen, die der künstlichen (formalen) Sprache der Logik selbst angehören. Die wichtigste von ihnen ist die sogenannte materiale Implikation, die auch als Konditional oder Subjunktion bezeichnet wird; daneben gibt es die intuitionistische Implikation und die strikte Implikation.
- Von diesen zu unterscheiden ist die metasprachliche Implikation, die also nicht der formalen Sprache selbst angehört, sondern ein Mittel ist, um über diese Sprache Aussagen zu treffen. Die metasprachliche Implikation ist auch als Ableitbarkeitsbegriff bekannt.
- Außerdem gibt es die Implikation als Operator in manchen Programmiersprachen.
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