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InhaltGrunaer Straße (Dresden)
| Grunaer Straße (Dresden)GeschichteDie Grunaer Straße seit 1945Bei den Luftangriffen auf Dresden im Februar 1945 wurde die Pirnaische Vorstadt wie das nahe Stadtzentrum und die benachbarte Johannstadt weitgehend zerstört und nach Kriegsende rigoros auch von den wenigen erhaltbaren Gebäuden beräumt. Dies betraf auch die Grunaer Straße, wo lediglich der erheblich beschädigte Erlweinbau des Ehrlichschen Gestifts 1951 als Hochschule für Musik vereinfacht wieder aufgebaut wurde. An der Nordseite der Grunaer Straße begann der planmäßige innerstädtische Wiederaufbau in Dresden. Mit großem propagandistischen Aufwand wurde am fünften Jahrestag der Gründung der SED während einer Kundgebung der Grundstein für den ersten Bauabschnitt gelegt. Dieser umfasste 205 Wohnungen sowie sieben Ladengeschäfte. Bis 1956 wurden in dem Gebiet zwischen Grunaer und Pillnitzer Straße noch weitere 400 Wohnungen in mehreren Bauabschnitten errichtet. Die Südseite der Grunaer Straße wurde wesentlich später bebaut. Die Vorgaben des Politbüros sahen dort eine Hochhausbebauung vor, entsprechende Planungen des Stadtbauamtes wurden 1964 vorgelegt. Da es in der Pirnaischen Vorstadt ohnehin schon an Erziehungseinrichtungen mangelte, so dass eine mögliche Ansiedlung von Familien an dieser Stelle nicht ratsam schien, plante man zunächst vier überwiegend mit Einzimmerwohnungen ausgestattete Hochhäuser. Diese Planungen wurden jedoch wieder verworfen, so dass schließlich von 1968 bis 1970 fünf fünfzehngeschossige Hochhäuser mit insgesamt 450 Wohnungen entlang der Grunaer Straße errichtet wurden. Zudem gab es das Inecta-Möbel-Einrichtungshaus in der Grunaer Straße 20, sowie die 1961 eröffnete Selbstbedienungsgaststätte Gastronom pick-nick mit der Hausnummer 28. Bei beiden handelt es sich um einstöckige Pavillonbauten. Die Kombinatsleitung des VEB Kombinat Robotron befand sich in der Grunaer Straße 2 in einem Anfang der 1970er-Jahre errichteten Komplex. Mit Ausnahme des an der Ecke Blüher-/Grunaer Straße gelegenen VEB Taxi – dort befindet sich mittlerweile ein 1994 eröffnetes Hotel – sind alle diese Gebäude auch heute noch vorhanden, wenn auch teilweise leerstehend oder mit anderer Nutzung. Insgesamt unterscheidet sich die aufgelockerte Bauweise an der Südseite der Grunaer Straße stark von der geschlossenen Blockrandbebauung der Nordseite. Den westlichen Abschluss der Grunaer Straße zum Pirnaischen Platz bildet das 1964/65 gebaute vierzehngeschossige Hochhaus Grunaer Straße 5. In einem flachen vorgelagerten Anbau befanden sich die beiden HO-Gaststätten Gastmahl des Meeres und Pirnaisches Tor. Nachdem 1971 die Verkehrsführung auf dem Pirnaischen Platz geändert sowie ein Fußgängertunnel angelegt worden war, sollte auch die Grunaer Straße erweitert werden. Dies geschah verzögert: Erst 1974 wurde die Grunaer Straße von zehn auf dreißig Meter verbreitert, die Straßenbahn erhielt ein eigenes Gleisbett in der Mitte der Straße, die Straße selbst wurde in beide Fahrtrichtungen dreispurig angelegt.
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