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InhaltGrunaer Straße (Dresden)
| Grunaer Straße (Dresden)BebauungDie Südseite der Grunaer StraßeBei den von 1968 bis 1970 errichteten fünfzehnstöckigen Punkthochhäusern an der Südseite der Grunaer Straße (Hausnummern 6, 12, 18, 24 und 26) handelt es sich um eine vom VEB Baukombinat Dresden an die Dresdner Verhältnisse angepasste Modifikation des 1963 von Josef Kaiser für den Standort Berlin-Schillingstraße entworfenen siebzehnstöckigen Wohnhochhauses. Der Entwurf wurde 1964 für Dresden übernommen und musste zunächst den technischen Möglichkeiten des Dresdner Plattenwerkes angepasst werden, was unter anderem zu Veränderungen der Grundrisse führte. Das Normalgeschoss enthielt fünfzehn jeweils mit Loggia, innenliegendem Bad und Kochecke ausgestattete Einzimmerwohnungen. Diese waren an drei Seiten des Gebäudes in Fünfergruppen angeordnet, während sich die Versorgungseinrichtungen an der vierten Seite befanden. Die ersten vier Bauten dieses Typs wurden ab 1965 im Baugebiet Prager Straße errichtet, zwei weitere entstanden wenig später zwischen Wiener und Parkstraße. Für die Südseite der Grunaer Straße musste der Entwurf nochmals überarbeitet werden, da zum einen mittlerweile ein Überangebot an Einzimmerwohnungen bestand, so dass der vorgegebene Anteil von Familienwohnungen am Gesamtvolumen nicht mehr erfüllt werden konnte, und zum anderen „wegen der Nähe des Stadtzentrums die Gebäudehöhe auf 15 Geschosse begrenzt“ wurde. Durch Einbezug von Loggien in die Wohnungsgrundrisse bestand das Normalgeschoss nach der Überarbeitung aus jeweils drei Zwei- und Dreiraumwohnungen. „Zur Gewinnung von Wohnfläche wurde die Gebäudekubatur allerdings so verändert, dass dadurch und durch die Verminderung der Gebäudehöhe die filigrane Erscheinungsform des Entwurfs von Kaiser zum größten Teil verloren ging.“ Die Gebäude enthalten insgesamt 450 Wohnungen, die Fassaden sind mit hellgrauen Meißner Keramikplatten verblendet. Die Fußgängerpromenade gestaltete Günther Krätzschmar. Das Verwaltungsgebäude des VEB Kombinat Robotron (Grunaer Straße 2/St. Petersburger Straße 9–15) befindet sich an der Ecke zur St. Petersburger Straße. Es handelt sich um einen langgestreckten, sechsgeschossigen Bau mit zusätzlichem Terrassengeschoss. Das Gebäude wurde Anfang der 1970er-Jahre in Stahlbetonskelettbauweise mit vorgehängter Aluminium-Glas-Fassade errichtet. Der Entwurf stammt von den Architekten Axel Magdeburg und Werner Schmidt. Über dem vollverglasten Sockelgeschoss befindet sich ein das gesamte Gebäude umlaufender Fries aus Betonelementen, der von Friedrich Kracht und Siegfried Schade gestaltet wurde. Auf der Grünfläche vor dem Gebäude befindet sich der 1974 von Leonie Wirth, Helmut Kappel und Karl Bergmann gestaltete Glasbrunnen. In einem runden Becken von neun Meter Durchmesser befinden sich drei Chromnickelstahlträger, an denen unterschiedlich geformte Glasstücke befestigt sind.
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