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InhaltGrunaer Straße (Dresden)
| Grunaer Straße (Dresden)BebauungDie Nordseite der Grunaer StraßeDie Häuser Grunaer Straße 7–43 bilden den ersten Bauabschnitt der zwischen 1951 und 1956 errichteten Wohnbebauung zwischen Grunaer und Pillnitzer Straße. Die Entwürfe stammen von Bernhard Klemm, Hans Poppe, Heinz Mersiowsky und Wolfgang Hänsch. Es handelt sich um eine fünfgeschossige, mit flachgeneigten Walmdächern versehene Straßenrandbebauung, die lediglich von zwei Querstraßen (Zirkus-, bzw. Mathildenstraße) unterbrochen wird. Dadurch entsteht der Eindruck großer Geschlossenheit. Der Block zwischen Zirkus- und Mathildenstraße wird durch eine Zurücksetzung des mittleren Bereichs (Hausnummern 23–29) – dieser enthält gleichzeitig die Ladenzone – optisch in drei Abschnitte geteilt. In den eingezogenen, vollflächig mit teilweise reliefverzierten Sandsteinplatten verkleideten Gelenken (neben Hausnummer 23, bzw. 29) befinden sich Fußgängerdurchgänge. Gestaltungselemente sind ein gedrücktes Attikageschoss mit quadratischen Fensterchen, hochrechteckige, paarweise gekoppelte Fenster sowie tief eingeschnittene Loggien, bzw. französische Fenster über den Eingängen. Das Sockelgeschoss der ansonsten mit Rauputz (dem sogenannten Erlweinputz) versehenen Gebäude ist mit Sandsteinplatten verkleidet, auch die auskragenden Fenstergewände bestehen aus Sandstein. Mit diesen Elementen wurde versucht, einen Bezug zur Dresdner Bautradition herzustellen.Trotzdem wurden die Gebäude bald nach ihrer Fertigstellung heftiger Kritik unterzogen. In einer vom Forschungsinstitut für Wohnungsbau der Deutschen Bauakademie verfassten Analyse vom Mai 1953 heißt es zusammenfassend, dass „die Wohnblocks in der Grunaer Straße nicht als Beitrag zur neuen deutschen Architektur gewertet werden (können). In ihrem Ausdrucks- und Ideengehalt sind sie noch im Formalismus verwurzelt.“ Im Einzelnen kritisiert wurden die Betonung der Horizontalen, eine zu geringe Gliederung der Fassaden, „das Fehlen jeglicher Schmuckelemente“ sowie eine zu niedrige Ladenzone, die „nicht Ausdruck solcher Organisation wie der HO und des Konsum sein“ könne. Im zweiten und dritten Bauabschnitt wurde auf diese Kritik mit einer stärkeren Verwendung bauplastischer Elemente eingegangen. Beispielhaft dafür ist die Bebauung Blochmannstraße 1–19, deren Kopfbau (Hausnummer 1) die Zeile entlang der Grunaer Straße abschließt.
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