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InhaltGezeiten
| GezeitenDie Bay of Fundy bei Hoch- und bei Niedrigwasser Die Gezeiten oder Tiden (niederdeutsch Tid, Tied [tiːt] = Zeit; Pl. Tiden, Tieden [tiːdən] = Zeiten)sind von den Gezeitenkräften angetriebene periodische Wasserbewegungen der Ozeane. Zeiträume zwischen Tidehochwasser und Tideniedrigwasser werden dabei als Ebbe, Zeiträume zwischen Niedrig- und Hochwasser als Flut bezeichnet. Die auf die Erde wirkenden Gezeitenkräfte sind von der Gravitation (Anziehung) zwischen Erde und Mond und zwischen Erde und Sonne verursacht. Die Erde ist auch im Vergleich zum Mondabstand und noch viel größeren Sonnenabstand groß genug, dass die Anziehungskräfte von Mond und Sonne nicht an allen Stellen gleich sind und folglich Gezeitenkräfte bestehen. Obwohl die Sonne viel weiter von der Erde entfernt ist als der Mond, verursacht sie doch Gezeitenkräfte, die fast halb so groß wie die vom Mond stammenden sind. Ursache ist ihre im Vergleich zum Mond sehr viel größere Masse. Die Gezeitenkräfte ändern sich an verschiedenen Orten der Erdoberfläche infolge der Erddrehung regelmäßig und heben und senken die Meeresspiegel periodisch. Der beispielsweise vom Mond verursachte Hub ist nur etwa 30 cm, die damit verbundenen Wasserströmungen führen aber an den Meeresküsten zum Anstieg und Abfall des Wasserspiegels in der Größenordnung von Metern.An einzelnen Stellen können bei entsprechender Küsten- und Meeresbodenform resonante Schwingungen mit besonders großem Tidenhub entstehen. Die Lehre von den maritimen Gezeiten der Erde heißt Gezeitenkunde und ist Bestandteil der nautischen Ausbildung.
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