Wurzelzieher

Inhalt

Geschichte der Wahrscheinlichkeitsrechnung

Ausgangslage

  

Skepsis von Seiten anderer Wissenschaften

  

Stochastische Paradoxa

Wahrscheinlichkeitsrechnung im Altertum

Mittelalter und frühe Neuzeit

  

Cardanos Liber de Ludo Aleae

  

Das Teilungsproblem

  

Niederländische Schule

Schisma der Stochastik im 18. und 19. Jahrhundert

  

Erste Fundamentalsätze

  

Englische Statistiker und französische Probabilisten

Axiomatisierung und Grundbegriffe

Moderne Wahrscheinlichkeitstheorie

Literatur/ Weblinks/ Einzelnachweise

 

 

Geschichte der Wahrscheinlichkeitsrechnung

Roulettespieler, um 1800. Das Glücksspiel war eine der frühesten Triebfedern der Wahrscheinlichkeitsrechnung

Titelblatt der Ars Conjectandi von Jakob Bernoulli aus dem Jahr 1713, eines der Werke zur Stochastik im 18. Jahrhundert

Die Geschichte der Wahrscheinlichkeitsrechnung oder Stochastik beschreibt die Entwicklung eines gleichzeitig alten und modernen Teilgebiets der Mathematik, das sich mit der mathematischen Analyse von Experimenten mit unsicherem Ausgang befasst. Während viele heute noch gebräuchliche Formeln zu einfachen Zufallsprozessen möglicherweise bereits im Altertum, spätestens jedoch im ausgehenden Mittelalter bekannt waren, hat sich das heute verwendete axiomatische Fundament der Wahrscheinlichkeitstheorie erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts herausgebildet; als Schlüsselereignisse gelten dabei einerseits ein Briefwechsel zwischen Blaise Pascal und Pierre de Fermat im Jahr 1654, gemeinhin als Geburtsstunde der klassischen Wahrscheinlichkeitsrechnung angesehen, und andererseits das Erscheinen von Andrei Kolmogorows Lehrbuch Grundbegriffe der Wahrscheinlichkeitsrechnung im Jahr 1933, das die Entwicklung der Fundamente moderner Wahrscheinlichkeitstheorie abschließt. Dazwischen war es über Jahrhunderte hinweg zur Aufspaltung der klassischen Wahrscheinlichkeitstheorie in separate Schulen gekommen, die in erster Linie von den damaligen wissenschaftlichen Zentren London und Paris dominiert wurden.

Im Laufe der Zeit wurde die Stochastik von einer Vielzahl unterschiedlicher Anwendungsgebiete geprägt. War es zunächst das Interesse der Griechen und Römer an Glücksspielen, welches die Entwicklung von Rechenmodellen vorantrieb, so kamen Anregungen später auch aus der Philosophie, der Rechtswissenschaft und aus dem Versicherungswesen, noch später aus der Physik und heute in erster Linie aus der Finanzmathematik. Auf dem Umweg über die Statistik hat die Wahrscheinlichkeitsrechnung letztendlich Anwendung in praktisch allen quantitativ arbeitenden Wissenschaften gefunden.


 

 

 

 

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