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Geschichte der Juden in Lettland
bis 1621

1621 bis 1721

1721 bis 1842

1842 bis 1918

1918 bis 1941

1941 bis 1945

1945 bis heute

Siehe auch/ bekannte jüdische Personen aus Lettland

Literatur

Weblinks/ Einzelnachweise

 

 

Geschichte der Juden in Lettland

bis 1621

Die Völker im Baltikum kamen bis zum Mittelalter nicht mit Juden in Kontakt. Nach der Inbesitznahme und Christianisierung des Landes durch deutsche Kreuzritter, war es Juden verboten, das Gebiet der Livländischen Konföderation zu betreten. Ein Dekret des Ordensmeisters Siegfried von Feuchtwangen aus dem Jahr 1309 hierzu ist schriftlich erhalten. Das Verbot war sowohl handelspolitisch als auch religiös motiviert. Während sich im benachbarten Litauen seit dem 14. Jahrhundert vermehrt jüdische Gemeinden bildeten, tauchen in den Quellen nur vereinzelte Hinweise über den Aufenthalt von jüdischen Händlern im Ordensstaat auf. Als 1561 mit der Union von Wilna die Oberhoheit Polen-Litauens anerkannt wurde, befasste sich einer der Vertragspunkte mit den Juden. Ihnen wurde nicht gestattet im "ganzen Livlande zu irgendeiner Zeit irgendwelchen Handel zu treiben oder Abgaben und Zölle zu erheben". Aus den folgenden Jahrzehnten sind viele Aktenstücke, Dekrete und Bittschriften an den polnischen Sejm bekannt, die sich mit der Ausweisung von "herumstreichenden" jüdischen und schottischen Händlern befassen.Durch die Protektion polnischer und litauischer Adliger, siedelten sich in dieser Zeit trotz aller Verbote vermehrt jüdische Händler an und bildeten eine unliebsame Konkurrenz für das örtliche Gewerbe. Die erste jüdische Gemeinde in Lettland entstand, nachdem der Bischof von Kurland Johann von Münchhausen zur Hebung von Handel und Gewerbe jüdische Familien aus Mitteleuropa zur Ansiedlung einlud. Diese Einwanderer sprachen deutsch oder auch jiddisch.


 

 

 

 

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