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InhaltGeschichte der Juden in Lettland
| Geschichte der Juden in Lettland1945 bis heuteNach dem Ende des Krieges kehrten diejenigen zurück, die 1941 nach Russland geflohen waren. Von den etwa 5000 lettischen Juden, die in der Roten Armee gekämpft hatten, waren 2000 gefallen. Aus den KZs in Mitteleuropa kehrten einige hundert zurück. Später kam noch ein Teil der 1940 und 1941 von der Sowjetmacht Verbannten dazu. Die Gesamtzahl von ehemaligen lettischen Staatsbürgern jüdischer Nationalität oder deren Nachkommen belief sich so auf etwa 14.000. Die demografische Anzahl der lettischen Juden vergrößerte sich bald durch Einwanderung aus Russland, der Ukraine und Mittelasien erheblich. Diese Einwanderer hatten meist russisch als Muttersprache.Jüdische Institutionen und Kultureinrichtungen blieben verboten. Am Ende der Herrschaft Josef Stalins fanden zusätzlich Repressionen statt, wie nach der fabrizierten sogenannten Ärtzteverschwörung. Der militärische Sieg Israels im Sechs-Tage-Krieg 1967 gab der zionistischen Bewegung unter den Juden in der Sowjetunion starken Auftrieb. Die vielen Ausreiseanträge verstärkten wiederum die Zweifel der herrschenden Klasse an der Loyalität der jüdischen Einwohner. Verstärkte Russifizierungsbemühungen und Einschränkung der Rechte waren die Folge. Mehr als die Hälfte aller in Lettland ansässigen Juden emigrierte von 1968 bis 1989 nach Israel oder in den Westen. Bei der Volkszählung 1989 gaben nur noch 22,5% der verbliebenen 22 500 jüdischen Einwohner der LSSR jiddisch als Familiensprache an. 27% beherrschten die lettische Landessprache. Durch Perestroika und die staatliche Unabhängigkeit Lettlands 1990 wurde eine Erneuerung des jüdischen Lebens mit freier Religionsausübung möglich. Die örtlichen jüdischen Organisationen verfolgten zum Großteil einen Kurs der Integration in den lettischen Staat.2001 lebten etwa 7000 Juden in Lettland, der größte Teil davon in der Hauptstadt Riga, wo auch eine Synagoge und verschiedene Kultureinrichtungen unterhalten werden. Seit den sechziger Jahren entstanden auch Erinnerungsorte und Gedenkstätten an den Holokaust.
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