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Frühmittelalter

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Frühmittelalter

Innenansicht der Kirche von San Vitale im italienischen Ravenna, Mitte 6. Jahrhundert

Mit dem Begriff Frühmittelalter oder Frühes Mittelalter bezeichnet man den ersten von drei großen Abschnitten des Mittelalters, bezogen auf Europa und den Mittelmeerraum. Die beiden folgenden Zeitabschnitte sind das Hoch und das Spätmittelalter. Dem Frühmittelalter selbst geht die Spätantike voran.

Beginn und Ende des Frühmittelalters werden in der historischen Forschung unterschiedlich datiert. Es dauerte von ca. 500 bis etwa 1050 n. Chr. Eine exakte zeitliche Abgrenzungen existiert jedoch nicht. Das gilt auch für die geografische Abgrenzung: In erster Linie betrifft der Begriff das christlich-lateinische West- und Mitteleuropa. Daran schließen sich die benachbarten Räume an, nämlich das langsamer christianisierte Nord- und Osteuropa, die christliche oströmische Welt (Byzanz) sowie der Kulturkreis des Islam.


Moderne Historiker haben den Zeitabschnitt sowohl als eigenständige Epoche als auch als Übergangszeit von der antiken Welt zum Mittelalter angesehen. Typisch für das Frühmittelalter ist die Umformung des Römischen Reichs mit der vollzogenen Teilung in West und Ost, die Völkerwanderung mitsamt der Entstehung neuer Reiche im Westen, ferner die sich ausbreitende Christianisierung.

 

 

 

 

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