Wurzelzieher

Inhalt

Förderschule

Begriffsentwicklung

Spezifische Förderung und Integration

Förderzentrum und mobiler Dienst

Förderschultypen im Überblick

  

Pädagogisch-audiologische Beratungsstellen an Förderschulen für hörgeschädigte Kinder

Geschichte der Förderschule

Förderschulen und Sonderschulen in den Ländern

  

Bayern

  

Niedersachsen

  

Nordrhein-Westfalen

Situation in anderen Ländern

Kritik

  

Effektivität der Förderung

  

Internationaler Vergleich

  

Völkerrechtswidrigkeit

Literatur/ Einzelnachweise/ Siehe auch/ Weblinks

 

 

Förderschule

Eine Förderschule – auch Sonderschule, Förderzentrum oder Schule mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt – ist eine Schule für Kinder und Jugendliche, die in ihren Bildungs-, Entwicklungs- und Lernmöglichkeiten schwer beeinträchtigt sind (konkret durch eine Lern- oder geistige Behinderung, aber auch durch körperliche Behinderungen, selten durch langfristige Erkrankung). Verschiedene Förderschultypen bieten dabei einen sonderpädagogischen Unterricht, der speziell auf die jeweiligen Beeinträchtigungen zugeschnitten ist. Er soll den Kindern eine bessere Entwicklung ermöglichen, als sie ohne solche passende Unterstützung an einer normalen Schule erreichbar wäre. Insgesamt gab es 2007 in Deutschland etwa 430.000 Schüler an Förderschulen, das sind etwa 4,5 % aller Schüler in Deutschland.


Förderschulen sind umstritten. Das Hauptargument der Kritiker ist, dass sie ihr Ziel verfehlten, weil die betroffenen Schüler an Regelschulen bessere Leistungen erzielten. Sie fordern stattdessen ein integratives oder inklusives Bildungssystem. Die Kritiker sehen sich in ihren Zielen durch die UN-Behindertenrechtskonvention von 2009 bestätigt, die ein inclusive education system (offizielle Übersetzung: integratives Bildungssystem) vorschreibt. Die – typischerweise politisch konservativen – Befürworter der Förderschulen entgegnen, dass man sie erhalten sollte, weil es immer Schüler geben wird, die dort am besten gefördert werden können. Außerdem sei zu erwarten, dass Regellehrer zu Sparzwecken immer mehr die sonderpädagogische Förderung selbst zu übernehmen hätten, und ein Stellenabbau bei Sonderpädagogen einsetzen würde. Zudem sei die besonders relevanten Gruppe der verhaltensauffälligen und der lernbehinderten Kinder der ständigen belastenden Erfahrung des Scheiterns ausgesetzt. Gleichzeitig drohten durch sie Störung und Verlangsamung des Unterrichts, wodurch ein allgemeiner Niveauverlust zu befürchten sei. Der Minimalkonsens ist, dass eine Abschaffung der Förderschulen für Schüler mit lediglich körperlichen Behinderungen zugunsten des gemeinsamen Unterrichts an der Regelschule wünschenswert ist.

Bildungsgänge im deutschen Bildungssystem

 

 

 

 

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