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Inhalt

Fläming

Abgrenzung und Untergliederung

Geologischer und morphologischer Bau, Böden

  

Veraltete Anschauungen zur Entstehung des Flämings

  

Verwandte Regionen

  

Böden

Hydrografie und Klima

  

Klima

Naturraum

  

Typische/besondere Pflanzen und Tiere

Politische und Siedlungsgeschichte

  

Namensgebung – deutsche Besiedlung und Flamen

  

Zankapfel zwischen Sachsen und Brandenburg bis 1815

  

Hohe Wüstungsdichte

  

Der Fläming im Nationalsozialismus

Kulturgüter und Kulturgeschichte

  

Kulturgüter im Fläming

  

Bevölkerung und Brauchtum

Wirtschaft und Wirtschaftsgeschichte

  Mühlen und Kupferhammer
  

Hütten, Töpfereien und Ziegeleien

  

Leineweber, Kleinindustrie, Garnisonen

  

Alternative Lebens- und Wirtschaftsformen

  

Tourismus

  

Verkehrswege

Der Fläming in Literatur, Musik und Kunst

  

kunst land hoher fläming

  

Hamlet und Faust in Wittenberg

  

Wo der Park mit dem Wald schläft - Wiepersdorf

Literatur

  

Geschichtliche Fachliteratur und historische Darstellungen

  

Reise- und Kulturführer

Weblinks/ Einzelnachweise (Fußnoten)

 

 

Fläming

Wirtschaft und Wirtschaftsgeschichte

Mühlen und Kupferhammer

Über Jahrhunderte blieben die Mühlen ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor im Fläming, die – angesichts des eher trockenen Landes – in einer erstaunlich hohen Zahl und in dichtem Abstand entlang der Flüsse und Bäche folgten. Die Buckau und die Nuthen trieben viele Wasserräder an und am Fläminghauptfließ Plane lagen zwischen Raben und Gömnigk allein sieben Mühlen. Selbst kleinste Gewässer wie der Belziger Lumpenbach führte seine Wasser an zwei Mühlen, der Obermühle und der Kleesen Mühle, vorbei, bevor er in den Belziger/Fredersdorfer Bach mündete. Am Belziger Bach standen 5 Mühlen die Schlossmühle, (Engemanns) Mittelmühle, Jaegers Hintermühle (in der Nähe des Mühlenhölzchens), Oelschlgers Mühle und hinter dem Turnplatz Rieslers Mühle (heute Finsterwalder). Der noch kleinere parallel fließende Springbach hatte seit 1749 die Springbachmühle ehemals Hannemann's Mühle, die 1998 nach altem Vorbild restauriert wurde und heute mit dem ebenfalls wiederhergestellten Gelände und Mühlteich ein sehenswertes Ensemble mit einem Restaurant bildet.


Elf Wassermühlen standen an der Rossel, die über ein mittelschlächtiges Wasserrad zudem die hölzerne Welle des Kupferhammers Thießen bewegte. Die im Originalzustand wiederhergestellte und denkmalgeschützte technische Schauanlage vermittelt einen Einblick in das handwerkliche Können vor 400 Jahren.

Bockwindmühle von 1803 in Borne, 1994 restauriert, auf einem 156 Meter hohen Berg

Auf den zugigen Fläminghöhen und insbesondere im Niederen Fläming drehten sich viele Windmühlen – viele Hügel, wie auch der zweithöchste Fläminggipfel, der 191 Meter hohe Mühlenberg bei Wiesenburg, zeugen mit ihren Namen von der Mühlenzeit. Die meisten der noch erhaltenen Bauten sind heute technische Denkmäler und zum Teil voll funktionstüchtig. Über eine komplette technische Ausstattung verfügt die Paltrockmühle in Schönewalde, die letzte von einst sieben Mühlen bei der Kleinstadt. Die Paltrockmühle im Baruther Ortsteil Petkus erhielt 1995 und der seltene Turmholländer in Naundorf bei Seyda 2001 ein neues Flügelkreuz. Die Hochzeitsmühle in Dennewitz, die zuvor in Kaltenborn stand, wird ihrem Namen noch heute gerecht, denn hier können sich Paare den Traum einer Hochzeit Ganz in Weiß in einer Bockwindmühle erfüllen.

 

 

 

 

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