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InhaltFläming
| FlämingWirtschaft und WirtschaftsgeschichteDie Wohlhabenheit dieser auf den ersten Blick so kärglich von der Natur ausgestattet erscheinenden Gegenden [… .] strich bereits Schwebel in seiner Flämingdarstellung 1881 heraus. Dazu trugen Handwerk und Kleinindustrie wie Mühlen, Glashütten, Hüttendörfer (Pechereien), Tuchmacher, Spinnstuben, Töpfereien und vor allem die Forst- und Landwirtschaft bei. Heute dominiert die Landwirtschaft, die von einem nachhaltigen touristischen Aufschwung ergänzt wird. Die wirtschaftliche Basis für den zu allen historischen Zeiten vergleichsweise guten Lebensstandard im Fläming hatten die Zisterzienser bereits kurz nach der Gründung der Mark Brandenburg gelegt. Landesaufbau der ZisterzienserDie beiden 1170 und 1180 gegründeten Klöster Zinna und Lehnin hatten bei allen oben beschriebenen machtpolitischen Funktionen vor allem auch die Aufgabe, mit den fortgeschrittenen Techniken der Zisterzienser in der Landwirtschaft, im Handwerk oder beim Mühlenbau den Aufbau des Landes voranzubringen. Beide Klöster erlangten einen für die damalige Zeit erheblichen Reichtum. Das Flämingkloster Zinna verfügte in seiner Blütezeit über einen Besitz von 40 Dörfern und 1140 Hufen Land. Turmholländer ohne Flügel bei Groß MarzehnsIn einem angeblich zeitgenössischen Bericht aus dem 12. Jahrhundert schildert der Jüterboger Bürger A. W. Ludwig, wie die Mönche das Kloster anlegten und in dem kargen Fläming eine Wassermühle bauten: Gewundert haben wir uns alle, denn die Mönche sahen nicht so aus, wie wir es sonst gewohnt waren. Sie hatten lange, schwarzweiße Röcke an und trugen auf der Schulter die Axt und in der Hand den Spaten. Des Staunens in der Stadt (Jüterbog) wollte kein Ende nehmen, als sie sagten, sie zögen nicht im Lande umher und predigten […]. […] Und als das Kloster fertig war, da haben sie am Fluss eine Wassermühle angelegt. […] Ihr hättet sehen sollen, was die Wenden für Gesichter gemacht, als die Mühle zum ersten Mal in Gang kam, denn sie kannten bis dahin nur Handmühlen.
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