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InhaltFläming
| FlämingNaturraumDie Landschaft des Fläming kennzeichnet eine flachwellige Acker- und Wiesenlandschaft, die in weiten Teilen typische Charakteristika eines Hügellands aufweist. Insbesondere im Hohen Fläming kommen ausgedehnte Waldlandschaften hinzu. Rund 50 % der Fläche sind landwirtschaftlich und 35 % forstwirtschaftlich genutzt. NaturparksMit den Naturparks Hoher Fläming und Nuthe-Nieplitz in Brandenburg und Fläming in Sachsen-Anhalt haben derzeit drei Großschutzgebiete Anteil an dem Höhenzug. Die Naturparks enthalten wiederum eine Vielzahl besonders geschützter Gebiete. So sind von der Gesamtfläche des Naturparks Hoher Fläming über 90 % als Natur- oder Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.
Typische flachwellige Fläminglandschaft zwischen Preußnitz und Bad Belzig
Lichter Wald und Kopfsteinpflaster bei Lütte Naturparkzentrum „Alte Brennerei“ in Raben Francisceum von 1235 in Zerbst, Garten Naturpark Nuthe-Nieplitz und „Kleiner Fläming“Der Flächenanteil des „Naturparks Nuthe-Nieplitz“ am Fläming ist sehr gering, denn er reicht lediglich mit seiner südlichsten Ecke zwischen Treuenbrietzen, Luckenwalde und Jüterbog ein Stück in die Kulturlandschaft des Höhenzugs hinein. Bemerkenswert ist, dass eine Zeitlang das weit im Norden liegende Dreieck, das Nuthe und Nieplitz zwischen Stangenhagen/Schönhagen und ihrem Zusammenfluss bei Gröben bilden, im Volksmund Kleiner Fläming hieß. Dabei bleibt unklar, wann und warum sich dieser Name für den Winkel, den Fontane später als Thümenschen Winkel bezeichnete, eingebürgert hatte. Die von den beiden Flüssen und vom Baruther Urstromtal geprägte Niederungslandschaft entspricht eher nicht den flachwelligen mittelgebirgsähnlichen Merkmalen des Fläming. Allenfalls das naturbelassene Naturschutzgebiet Forst Zinna Jüterbog-Keilberg auf einem 7200 Hektar umfassenden ehemaligen Truppenübungsplatz, das eine der letzten aktiven Flugsanddünen im deutschen Binnenland enthält, erinnert im Landschaftsbild an den Höhenzug.
Repräsentiert der 62.300 Hektar umfassende Naturpark Nuthe-Nieplitz die Landschaft der mittelbrandenburgischen Platten und Niederungen, sind die beiden anderen Parks charakteristisch für den Höhenzug Fläming. Naturpark Hoher FlämingDer „Naturpark Hoher Fläming“ umfasst auf einer Fläche von rund 82.700 Hektar das Kerngebiet des Höhenzugs um Bad Belzig und mit der besonders geschützten Niederung Belziger Landschaftswiesen im Baruther Urstromtal auch ein Gebiet, das sich zwar am Flämingnordhang anschließt, aber nicht zum Fläming gehört. Das Naturschutzgebiet in der Niederung bildet ein in Brandenburg seltenes Durchströmungsmoor mit einem Netz naturnaher Bäche um das Fläminghauptfließ Plane. Es gehört als SPA = Special Protection Area zum Europäischen Vogelschutzgebiet Unteres Rhinluch, Dreetzer See, Havelländisches Luch und Belziger Landschaftsweisen im Schutzgebietsystem Natura 2000. Neben rund 160 Vogelarten, darunter 110 Wiesenbrütern, bildet das Gebiet eines der letzten deutschen Refugien für die Großtrappe, deren Schutz und Entwicklung sich die Naturschutzstation Baitz besonders verschrieben hat.
Sind für den Niederen Fläming karge weitläufige Ackerlandschaften typisch, kennzeichnet den Hohen Fläming eine hügelige und waldreiche Landschaft, der mit den Flüssen Plane und Buckau, mehreren Bächen und geschützten Quellgebieten wie dem Dippmannsdorfer Paradies mehrere Wasserläufe entspringen. Einige Gewässer, die den Naturpark durchfließen, sind in Teilbereichen als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Dazu zählen die NSG Verlorenwasserbach, Bullenberger Bach/Klein Briesener Bach und Planetal im Oberlauf des Flusses. Die Besonderheiten der Vegetation spiegeln unter anderem die NSG Werbiger Heide, Krahner Busch, Flämingbuchen oder mit einem Traubeneichen-Buchenwald das NSG Spring wider.
Naturpark Fläming/Sachsen-AnhaltDas jüngste Großschutzgebiet ist der „Naturpark Fläming“ in Sachsen-Anhalt, der am 19. Dezember 2005 zum Naturpark erklärt wurde. Die Vorbereitung lag bei dem 2003 gegründeten Naturpark Fläming e. V., zu dessen Trägern unter anderem die Landkreise Wittenberg und Anhalt-Bitterfeld zählen. Das 2006 eröffnete Naturparkzentrum liegt in Jeber-Bergfrieden, einem Dorf auf einem Höhenrücken zwischen dem Tal der Rossel und südlichen Anhalter Nuthe im südwestlichen Hohen Fläming. Die Gesamtfläche des Parks beträgt 82.425 Hektar und entspricht damit fast exakt der Fläche des älteren Bruders Hoher Fläming. Er umfasst im Osten den Sachsen-Anhalter Teil des Niederen Fläming und schließt im Norden auf der Landesgrenze an den Naturpark Hoher Fläming an. Die Städte Wittenberg, Coswig und Zerbst sind mit ihren historischen Stadtkernen in den Naturpark eingebunden. Damit geht auch dieser Naturpark über das geografische Gebiet Fläming hinaus, denn Wittenberg und Coswig liegen zwar am Südrand des Fläming, sind jedoch zumindest mit ihren historischen Stadtkernen geografisch eher dem Elbauengebiet beziehungsweise dem Elbe-Urstromtal zuzuordnen. Bei Coswig grenzt der Park zudem an das Biosphärenreservat Mittlere Elbe, das sich entlang des Flusses von Wittenberg bis nach Gommern zieht und das Dessau-Wörlitzer Gartenreich mit dem UNESCO-Weltkulturerbe Wörlitzer Park umfasst. Mit der Eröffnung des Naturparks ist also ein riesiges Gebiet mit unterschiedlichen Schutzstufen entstanden, das von den Belziger Landschaftswiesen im Norden über den Hohen Fläming bis zur südlichen Elbaue reicht. Und schon wenige Kilometer südöstlich von Oranienbaum schließt sich an das Biosphärenreservat mit der Heidelandschaft des Naturparks Dübener Heide ein weiteres Schutzgebiet an.
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