Wurzelzieher

Inhalt

Fläming
Abgrenzung und Untergliederung

Geologischer und morphologischer Bau, Böden

  

Veraltete Anschauungen zur Entstehung des Flämings

  

Verwandte Regionen

  

Böden

Hydrografie und Klima

  

Klima

Naturraum

  

Typische/besondere Pflanzen und Tiere

Politische und Siedlungsgeschichte

  

Namensgebung – deutsche Besiedlung und Flamen

  

Zankapfel zwischen Sachsen und Brandenburg bis 1815

  

Hohe Wüstungsdichte

  

Der Fläming im Nationalsozialismus

Kulturgüter und Kulturgeschichte

  

Kulturgüter im Fläming

  

Bevölkerung und Brauchtum

Wirtschaft und Wirtschaftsgeschichte

  

Mühlen und Kupferhammer

  

Hütten, Töpfereien und Ziegeleien

  

Leineweber, Kleinindustrie, Garnisonen

  

Alternative Lebens- und Wirtschaftsformen

  

Tourismus

  

Verkehrswege

Der Fläming in Literatur, Musik und Kunst

  

kunst land hoher fläming

  

Hamlet und Faust in Wittenberg

  

Wo der Park mit dem Wald schläft - Wiepersdorf

Literatur

  

Geschichtliche Fachliteratur und historische Darstellungen

  

Reise- und Kulturführer

Weblinks/ Einzelnachweise (Fußnoten)

 

 

Fläming

Abgrenzung und Untergliederung

Die naturräumliche Lage des Flämings

Die naturräumlichen Grenzen des Flämings können recht genau festgelegt werden: Die Nord- und Südgrenze bilden Urstromtäler. Im Norden ist es das Baruther Urstromtal, im Süden das Breslau-Magdeburg-Bremer Urstromtal, welches hier von der Elbe durchflossen wird. Die Westgrenze kann mit dem Elbetal bei Magdeburg gezogen werden. Im Osten und Südosten werden allgemein das Dahmefließ mit dem gleichnamigen Städtchen sowie das sich südlich anschließende Schweinitzer Fließ als Grenze angegeben.

Während die naturräumlichen Grenzziehungen relativ scharf sind, ist eine Abgrenzung der historischen Kulturlandschaft Fläming mit Unsicherheiten verbunden. So reichen seine kulturellen Einflüsse (zum Beispiel Gestaltung und Bauart der Dörfer) bis in das nördlich gelegene Baruther Urstromtal hinein, während sich die Dörfer in unmittelbarer Nähe von Magdeburg meistens nicht dem Fläming zugehörig fühlen. Dennoch stimmt die Kulturlandschaft Fläming in etwa mit der skizzierten Naturlandschaft überein.

Im Einzelnen lässt sich der Fläming naturräumlich wie folgt weiter untergliedern:


  • Der zentrale Teil um Bad Belzig wird Hoher Fläming genannt (Mittelpunktkoordinaten: ).
  • Die Stadt Jüterbog gilt allgemein als Grenze zwischen dem Hohen Fläming im Westen und dem Niederen Fläming im Osten; dabei umfasst der Hohe Fläming rund zwei Drittel, der Niedere Fläming rund ein Drittel der Gesamtfläche.
  • Im Westen schließt sich der Burg-Ziesarer Vorfläming an.
  • Im Südwesten liegt das Zerbster Land mit den Leitzkauer Höhen.
  • Der Roßlau-Wittenberger Vorfläming im Süden kann mit unterschiedlichen Flächenanteilen (je nach Auffassung) sowohl dem Hohen als auch dem Niederen Fläming zugeordnet werden.

Hagelberg, 200 Meter

Flaeming-Skate mit Blick auf den Golmberg, 178 Meter

Im oder am Rande des Flämings liegen: die Städte Ziesar, Bad Belzig, Niemegk, Treuenbrietzen, Jüterbog, Baruth/Mark, Dahme/Mark, Wittenberg, Loburg, Möckern und Zerbst/Anhalt; die Gemeinden Wiesenburg/Mark, Rabenstein, Niedergörsdorf, Niederer Fläming und Ihlow; die Verwaltungsgemeinschaften Coswig, Elbe-Ehle-Nuthe, Möckern-Loburg-Fläming und Elbaue-Fläming. Auf Sachsen-Anhalter Seite haben die Landkreise Wittenberg, Anhalt-Bitterfeld und Jerichower Land, auf Brandenburger Seite die Landkreise Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming Anteil am Fläming. Auf der Brandenburger Seite liegt ferner ein geringer Flächenanteil im Nordostzipfel des Landkreises Elbe-Elster, hier gehört die Stadt Schönewalde mit den nördlich des Schweinitzer Fließes eingegliederten Dörfern zum Höhenzug. Und auch die Gemeinde Steinreich im äußersten Westen des Landkreises Dahme-Spreewald zählt zum Fläming.

Die höchste Erhebung des Hohen Flämings ist nach neuesten Messungen mit 200 Metern über NN der Hagelberg. Jahrzehntelang galt amtlich eine Höhe, die aufgerundet 201 Meter betrug. In Sachsen-Anhalt ragt der Michelsberg bei Grabo (ca. 10 Kilometer nördlich von Wittenberg) mit 185 Metern am höchsten empor. Die höchste Erhebung des Niederen Flämings ist der Golmberg östlich von Jüterbog und nördlich von Petkus mit 178 Metern über NN.

 

 

 

 

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