Wurzelzieher

Inhalt

Fläming

Abgrenzung und Untergliederung

Geologischer und morphologischer Bau, Böden

  

Veraltete Anschauungen zur Entstehung des Flämings

  

Verwandte Regionen

  

Böden

Hydrografie und Klima

  

Klima

Naturraum

  

Typische/besondere Pflanzen und Tiere

Politische und Siedlungsgeschichte

  

Namensgebung – deutsche Besiedlung und Flamen

  

Zankapfel zwischen Sachsen und Brandenburg bis 1815

  

Hohe Wüstungsdichte

  

Der Fläming im Nationalsozialismus

Kulturgüter und Kulturgeschichte

  

Kulturgüter im Fläming

  

Bevölkerung und Brauchtum

Wirtschaft und Wirtschaftsgeschichte

  

Mühlen und Kupferhammer

  

Hütten, Töpfereien und Ziegeleien

  

Leineweber, Kleinindustrie, Garnisonen

  

Alternative Lebens- und Wirtschaftsformen

  

Tourismus

  

Verkehrswege

Der Fläming in Literatur, Musik und Kunst

  

kunst land hoher fläming

  

Hamlet und Faust in Wittenberg

  

Wo der Park mit dem Wald schläft - Wiepersdorf

Literatur

  

Geschichtliche Fachliteratur und historische Darstellungen

  

Reise- und Kulturführer

Weblinks/ Einzelnachweise (Fußnoten)

 

 

Fläming

Der Fläming ist ein eiszeitlich gebildeter Höhenzug und gleichzeitig eine historisch gewachsene Kulturlandschaft im südwestlichen Brandenburg und östlichen Sachsen-Anhalt. Er erstreckt sich östlich von Magdeburg über mehr als 100 Kilometer bis zur Dahme. Der Fläming ist als 30 bis 50 Kilometer breiter Höhenrücken Teil des Südlichen Landrückens, der insbesondere in der Saaleeiszeit geformt wurde. Die Stadt Jüterbog gilt als Grenze zwischen dem Hohen Fläming im Westen und dem Niederen Fläming im Osten.

Den Namen führt der Fläming nach den Flamen (Flemingen), die nach der Gründung der Mark Brandenburg 1157 und dem anschließenden Landesausbau in hoher Zahl den Höhenzug besiedelten. Jahrhundertelang stellte der Fläming den Grenzwall zwischen Slawen und Deutschen und anschließend zwischen Kursachsen und Brandenburg dar. Mit der Schlacht bei Hagelberg und der Schlacht bei Dennewitz fanden 1813 wichtige Schlachten im Befreiungskrieg gegen die französische Fremdherrschaft im Fläming statt. 1815 wurde nach der französischen und sächsischen Niederlage der gesamte Fläming dem Königreich Preußen eingegliedert.


Der dünnbesiedelte Landstrich und insbesondere die Lutherstadt Wittenberg gelten als früher Ausgangspunkt der Reformation. Mittelalterliche Feldsteinkirchen prägen das Bild vieler Dörfer. Seit den 1990er Jahren haben sich in der land- und forstwirtschaftlich dominierten Hügellandschaft vielfältige touristische Infrastrukturen herausgebildet wie beispielsweise die Flaeming-Skate, einer der längsten Rundkurse seiner Art. Der Naturpark Hoher Fläming und mit ersten Angeboten auch der im Jahr 2005 erklärte Naturpark Fläming stellen eine Vielzahl von Touren, Wanderungen und Reiterwegen bereit.

Der Fläming stellt nach der naturräumlichen Gliederung Deutschlands durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) auch eine naturräumliche Haupteinheitengruppe dar. Sie wird vom BfN unter der Kennziffer D11 geführt, nach dem Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands spaltet sie sich in 9 Haupteinheiten auf.

Drachenmühle (Turmholländermühle) und Streuobstwiese bei Haseloff östlich von Niemegk

Nikolaikirche Jüterbog

 

 

 

 

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