Wurzelzieher

Inhalt

Exponentialverteilung

Definition

Eigenschaften

  

Varianz/ Standardabweichung/ Variationskoeffizient

  

Weitere Streumaße/ Schiefe/ Charakteristische Funktion/ Momenterzeugende Funktion

  

Überlebenswahrscheinlichkeit

  

Gedächtnislosigkeit/ Weitere Eigenschaften

Beziehung zu anderen Verteilungen

  

Beziehung zur Gammaverteilung/ Beziehung zur Gamma-Gamma-Verteilung/ Beziehung zur Pareto-Verteilung

  

Beziehung zur Poisson-Verteilung

  

Beziehung zur Erlang-Verteilung/ Beziehung zur Weibull-Verteilung/ Beziehungen zur χ²-Verteilung

Anwendungsbeispiel

Zufallszahlen/ Siehe auch/ Weblinks

 

 

Exponentialverteilung

Anwendungsbeispiel

Die Exponentialverteilung ist eine typische Lebensdauerverteilung. So ist beispielsweise die Lebensdauer von elektronischen Bauelementen häufig annähernd exponentialverteilt. Hierbei spielt besonders die Gedächtnislosigkeit eine bedeutende Rolle: die Wahrscheinlichkeit, dass ein x Tage altes Bauelement noch mindestens t Tage hält, ist demnach genauso groß wie die, dass ein neues Bauelement überhaupt t Tage hält. Charakteristisch bei der Exponentialverteilung ist die konstante Ausfallrate .

Dies ist zum Beispiel bei Glühlampen nur annähernd richtig, da diese nur beim Einschalten stark beansprucht werden. Auf Lebewesen darf ebenfalls keine Exponentialverteilung angewendet werden, sonst wäre zum Beispiel die Wahrscheinlichkeit, dass ein Achtzigjähriger noch weitere fünfzig Jahre lebt, genauso hoch wie die, dass ein Neugeborener das fünfzigste Lebensjahr erreicht.

Beispiel: In einer Elektronikfirma werden Funkwecker produziert. Im Rahmen der Qualitätssicherung wird anhand von Reklamationen die Funktionsdauer der Wecker untersucht. Es stellt sich heraus, dass durchschnittlich pro Tag 5 Promille der Wecker unabhängig von ihrem Alter ausfallen.

Die Zufallsgröße X = "Zeitdauer der Funktionsfähigkeit eines Funkweckers in Tagen" ist also exponentialverteilt mit der Ausfallrate . Entsprechend beträgt die durchschnittliche Zeitdauer, bis ein Wecker ausfällt, Tage.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Wecker höchstens (noch) 20 Tage hält, ist


d.h. nach 20 Tagen sind durchschnittlich ca. 10 % der Wecker ausgefallen.

Entsprechend ist der Anteil der Wecker, die mindestens 180 Tage aushalten,

also halten durchschnittlich ca. 40% der Wecker länger als 180 Tage.

Obwohl bei einer exponentialverteilten Lebensdauerverteilung am Anfang absolut betrachtet mehr Geräte ausfallen, ist die Ausfallrate konstant: in jedem Zeitintervall fallen relativ betrachtet immer gleich viele Geräte aus. Dieser Umstand darf nicht mit den Frühausfällen der Badewannenkurve verwechselt werden. Hier ist zu Beginn die Ausfallrate höher und nicht konstant über die Lebensdauer. Zur Beschreibung der Badewannenkurve ist eine andere Lebensdauerverteilung (Weibull-Verteilung) notwendig.

 

 

 

 

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