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InhaltErnst Leonard Lindelöf
| Ernst Leonard LindelöfErnst Leonard Lindelöf (* 7. März 1870 in Helsingfors (Helsinki); † 4. Juni 1946 in Helsinki) war ein finnischer Mathematiker. Er war der Sohn von Lorenz Leonhard Lindelöf (1827-1908), der nach seiner Promotion in Helsinki (Helsingfors) 1857 bis 1874 dort Mathematikprofessor war und dann im Erziehungsministerium. Auch Lindelöf studierte ab 1887 Mathematik in Helsingfors mit Auslandsaufenthalten 1891 in Stockholm und 1893/94 in Paris. 1893 wurde er bei Hjalmar Mellin in Helsingfors promoviert (Sur les systèmes complets et le calcul des invariants différentiels des groupes continus finis, Acta Soc. Scient. Fennicae, Band 20, 1893) und war nach seinem Abschluss Dozent in Helsingfors. 1901 besuchte er die Universität Göttingen. 1902 wurde er außerordentlicher Professor und 1903 Professor in Helsingfors. 1938 ging er in den Ruhestand. Ab 1907 war er einer der Herausgeber von Acta Mathematica und er war Mitglied der finnischen Akademie der Wissenschaften. Er hatte in der finnischen Mathematik Anfang des 20. Jahrhunderts, die viele herausragende Funktionentheoretiker hervorbrachte, eine zentrale Stellung und wirkte schulbildend. Zu seinen Doktoranden zählen Lars Ahlfors, Pekka Myrberg und Rolf Nevanlinna (der Sohn eines Cousins von Lindelöf war). Sein Bruder ist der Philosoph Uno Lorenz Lindelöf. Er lieferte wichtige Beiträge zur Analysis, insbesondere zur Funktionentheorie und zur Theorie der Differentialgleichungen. Nach Ernst Leonard Lindelöf ist der Lindelöf-Raum in der Topologie benannt, ein topologischer Raum in dem jede Überdeckung durch offene Mengen eine abzählbare Teilmenge enthält, die immer noch eine Überdeckung ist. | ||||