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Erklärung

Die Erklärung als kommunikativer Akt

Wissenschaftliche Erklärung
  

Kausale Erklärung/ Dispositionelle Erklärung

  

Genetische Erklärung

  

Intentionale Erklärung

  

Abweichungen vom idealen Modell

  

Analogiemodelle

Literatur/ Quellen/ Weblinks

 

 

Erklärung

Wissenschaftliche Erklärung

In seiner Logik der Forschung (III. Kap., Abs. 12) definiert Karl Popper „einen Vorgang kausal erklären“ so: „einen Satz, der ihn behauptet, aus Gesetzen und Randbedingungen deduktiv ableiten“. Das entsprechende „deduktiv-nomologische“ oder „hypothetisch-deduktive“ Modell der Erklärung wurde von Carl Gustav Hempel und Paul Oppenheim umfassend ausgearbeitet.

Das Hempel-Oppenheim Modell (HO-Modell, auch deduktiv-nomologisches Modell, DN-Modell) der wissenschaftlichen Erklärung ist trotz zahlreicher Kritik bisher noch nicht durch ein anderes ersetzt worden und wird immer noch zur Orientierung herangezogen.

Im Mittelpunkt einer wissenschaftlichen Erklärung stehen demnach Gesetze oder gesetzesartige Aussagen. Gemäß dem HO-Modell müssen zwei Klassen von empirisch gehaltvollen Aussagen für eine Erklärung verwendet werden. Das sind zum einen die Randbedingungen (auch Antecedensbedingungen genannt), welche vor oder gleichzeitig mit dem zu erklärenden Phänomen gegeben sind, und Gesetzeshypothesen. Beide Aussagenklassen zusammen werden das Explanans (das Erklärende) genannt. Eine wissenschaftliche Erklärung besteht dann aus der logischen Ableitung der das Phänomen beschreibenden Tatsachenbehauptung (= Explanandum, das zu Erklärende) aus dem Explanans. Wichtig ist hier anzumerken, dass die Gesetzesausagen nicht notwendig deterministische Gesetze beschreiben müssen, sondern auch statistische Gesetze umfassen können. Je nachdem werden die Erklärungen deduktiv-nomologisch oder statistisch-induktiv genannt.


Gefundene Erklärungen, welche dem HO-Modell entsprechen, können im Prinzip immer auch zu Prognosen von zukünftigen Ereignissen verwendet werden. Man spricht daher in diesem Sinne auch von der Äquivalenz der logischen Struktur von Erklärungen gemäß dem HO-Modell und wissenschaftlichen Prognosen. Allerdings kann man zu Prognosezwecken auch von empirischen Verallgemeinerungen oder Korrelationen ausgehen, ohne dass man über präzise Kenntnis der wirklichen kausalgesetzlichen Zusammenhänge verfügt.

Jon Elster kritisiert das HO-Modell, weil es zwischen Kausalaussagen und bloßen Korrelationen nicht zu unterscheiden erlaube sowie keine Aussagen darüber mache, ob weitere Kausalzusammenhänge den gerade betrachteten beeinflussen oder gar zu wirken hindern. Er zieht es daher im Anschluss an Paul Veyne vor, das Gewicht mehr auf das Herausfinden und stets besseres Verständnis von Kausalmechanismen denn als auf die Verbesserung von Theorien zu legen.

 

 

 

 

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