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EigenwerteNeu: Das Wurzelzieher Mathepedia Forum. Jetzt registrieren und mit anderen Nutzern über Mathematik diskutieren! Ein Eigenvektor einer Abbildung ist in der linearen Algebra ein vom Nullvektor verschiedener Vektor, dessen Richtung durch die Abbildung nicht verändert wird. Ein Eigenvektor wird also nur gestreckt, und man bezeichnet den Streckungsfaktor als Eigenwert der Abbildung. Eigenwerte charakterisieren wesentliche Eigenschaften linearer Abbildungen, etwa ob ein entsprechendes lineares Gleichungssystem eindeutig lösbar ist oder nicht. In vielen Anwendungen beschreiben Eigenwerte auch physikalische Eigenschaften eines mathematischen Modells. Die im Folgenden beschriebene mathematische Problemstellung nennt sich spezielles Eigenwertproblem und bezieht sich nur auf Lineare Abbildungen eines endlichdimensionalen Vektorraums in sich (Endomorphismen), wie sie durch quadratische Matrizen dargestellt werden. DefinitionIst Den Faktor Anders formuliert: Hat für ein eine Lösung Ist der Vektorraum endlichdimensional, so kann jeder Endomorphismus wobei Diese Gleichung kann man auch in der Form schreiben, wobei
umformen. Manchmal bezeichnet man einen so definierten Eigenvektor auch als Rechtseigenvektor und definiert dann entsprechend den Begriff des Linkseigenvektors durch die Gleichung
Wegen Allgemeiner kann man auch quadratische Matrizen
Dieses allgemeinere Eigenwertproblem wird hier jedoch nicht betrachtet. Berechnung der Eigenwerte einer MatrixBei kleinen Matrizen können die Eigenwerte symbolisch mit Hilfe des charakteristischen Polynoms berechnet werden. Bei großen Matrizen ist dies oft nicht möglich, sodass hier Verfahren der numerischen Mathematik zum Einsatz kommen. Symbolische BerechnungDie Eigenwerte definierende Gleichung stellt ein homogenes lineares Gleichungssystem dar. Da Expandiert man die Determinante auf der linken Seite, so erhält man ein Polynom Da ein Polynom vom Grad Eigenraum zum EigenwertIst
Spektrum und VielfachheitenMehrfache Vorkommen eines bestimmten Eigenwertes fasst man zusammen und erhält so nach Umbenennung die Aufzählung Die eben dargestellte Vielfachheit eines Eigenwertes als Nullstelle des charakteristischen Polynoms bezeichnet man als algebraische Vielfachheit. Die Menge der Eigenwerte wird Spektrum genannt und Als Spektralradius bezeichnet man den Betrag des betragsmäßig größten Eigenwerts. Kennt man die Eigenwerte und ihre Vielfachheiten (die algebraische und die später erklärte geometrische), kann man die Jordansche Normalform der Matrix erstellen. Die geometrische Vielfachheit ist immer kleiner oder gleich der algebraischen Vielfachheit. BeispielGegeben sei die quadratische Matrix
Subtraktion der mit Ausrechnen der Determinante dieser Matrix (mit Hilfe der Regel von Sarrus): Die Eigenwerte entsprechen den Nullstellen des Polynoms, d.h. die rechte Seite der obigen Gleichung gleich Null setzen und man erhält: Der Eigenwert 2 hat algebraische Vielfachheit 2, da er doppelte Nullstelle des charakteristischen Polynoms ist. Berechnung der EigenvektorenFür einen Eigenwert bestimmen. Die Eigenvektoren spannen einen Raum auf, dessen Dimension als geometrische Vielfachheit des Eigenwertes bezeichnet wird. Für einen Eigenwert Die geometrische Vielfachheit eines Eigenwertes kann man also auch als die maximale Anzahl linear unabhängiger Eigenvektoren zu diesem Eigenwert definieren. Die geometrische Vielfachheit ist immer kleiner oder gleich der algebraischen Vielfachheit. BeispielGegeben ist wie im oberen Beispiel die quadratische Matrix Die Eigenwerte man muss also das folgende lineare Gleichungssystem lösen: Bringt man jetzt die Matrix auf obere Dreiecksform erhält man: Die Lösung (und damit die gesuchten Eigenvektoren) ist jetzt der Vektor Obwohl dieser Eigenwert eine algebraische Vielfachheit von 2 hat, existiert also nur ein linear unabhängiger Eigenvektor (der Eigenraum zu den einzelnen Eigenwerten hat Dimension 1); also hat dieser Eigenwert eine geometrische Vielfachheit von 1. Das hat eine wichtige Konsequenz: Die Matrix ist nicht diagonalisierbar. Was nun versucht werden kann, ist, ob man sie vielleicht stattdessen in die Jordansche Normalform überführen kann. Dazu muss ein weiterer Eigenvektor zu diesem Eigenwert "erzwungen" werden. Diese Eigenvektoren nennt man generalisierte Eigenvektoren oder Hauptvektoren. Schlägt auch das fehl, so kann die Matrix auch nicht in die Jordansche Normalform überführt werden. Für den Eigenwert wieder bringt man die Matrix auf Dreiecksform Hier ist die Lösung der Vektor Eigenschaften
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