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Inhalt

Definition

Klassifikation von Definitionen

  

Deskriptive, festsetzende und stipulative Definition

  

Nominal- und Realdefinition

  

Definitionen nach Explizitheit

  

Persuasive Definitionen/ Typenbegriffe

Wissenschaftstheoretische Probleme von Definitionen

  Anforderungen an Definitionen

Einzelnachweise/ Literatur/ Weblinks

 

 

Definition

Wissenschaftstheoretische Probleme von Definitionen

Anforderungen an Definitionen

Klassische Definitionsregeln

Welche Regeln des Definierens man einhält, ist grundsätzlich abhängig davon, welcher Definitionslehre zu folgen man sich entschieden hat.

Auch die klassischen Definitionsregeln lassen sich auf Aristoteles zurückführen; sie werden heute vielfach als veraltet und in der modernen Wissenschaft meist als nicht sehr hilfreich angesehen.

  1. Ein Begriff wird durch seine nächste Gattung und den Artunterschied definiert (Praecisio definitionis).
  2. Der Artunterschied muss ein Merkmal oder eine Gruppe von Merkmalen sein, die nur dem vorliegenden Begriff zukommen und bei anderen Begriffen fehlen, die zur selben Gattung gehören.
  3. Eine Definition muss angemessen sein, d. h. weder zu weit noch zu eng gefasst sein.
  4. Eine Definition darf keinen Zirkelschluss enthalten.
  5. Eine Definition darf keine logischen Widersprüche enthalten.
  6. Eine Definition darf nicht nur negativ bestimmt sein.
  7. Eine Definition darf keine Mehrdeutigkeiten enthalten.

Nichtkreativität

Von einigen Autoren wird die Nichtkreativität von Definitionen gefordert. Damit ist gemeint, dass unter Hinzunahme der Definition zu einer Theorie nichts erschlossen werden kann, was nicht bereits ohne jene Definition erschließbar wäre.

Eliminierbarkeit

Wenn eine Äquivalenzdefinition korrekt gebildet ist, kann in allen Sätzen das Definiendum durch das Definiens oder das Definiens durch das Definiendum ersetzt werden ohne dass sich der Wahrheitswert der Aussage ändert. Diese Eigenschaft gilt aber nicht für alle Definitionsarten, z. B. nicht für partielle oder rekursive Definitionen.

Die Eliminierbarkeit gilt auch nicht, wenn man sich auf der Metaebene befindet. Zum Beispiel folgt aus der Definition "Ein Schimmel ist ein weißes Pferd. " und dem Satz Der Ausdruck "'Schimmel' hat acht Buchstaben" nicht "'weißes Pferd' hat acht Buchstaben".

Zirkelfreiheit

Karl Christian Friedrich Krause formuliert als erstes "Grundgesetz der Definition":

Und Krause liefert auch gleich zwei Beispiele:


Angemessenheit

Als drittes Grundgesetz der Definition bezeichnet Krause die Regel, dass eine Definition weder zu eng noch zu weit sein darf.

Eine zu weite Definition wäre "Ein Vogel ist ein eierlegendes Tier", da auch Krokodile Eier legen.

Kürze

Aristoteles und Cicero haben gefordert, dass eine Definition kurz sein soll. Dem steht entgegen, dass Definitionen mitunter sehr lang sind. Häufig deuten aber lange Definitionen darauf hin, dass sie Bestandteile enthalten, die nicht die Verwendung eines Ausdrucks erläutern, sondern zur Untersuchung des mit dem Ausdruck Bezeichneten gehören.

Redundanzfreiheit

Eng verwandt mit der Forderung nach Kürze ist die Forderung nach Redundanzfreiheit. Nach dieser Forderung darf eine Definition keine Bestandteile enthalten, die aus dem Rest der Definition logisch folgen.

Beispiel: "Ein Parallelogramm ist ein Viereck, bei dem die Gegenseiten jeweils parallel und gleich lang sind sowie die Diagonalen sich gegenseitig halbieren" ist redundant, da dieser Satz bereits aus dem Satz "Ein Parallelogramm ist ein Viereck, bei dem die Gegenseiten jeweils parallel sind" folgt.

Ist eine Definition nicht redundanzfrei, spricht man von einer Definition mit Pleonasmus (definitio abundans).

 

 

 

 

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