|
| ||||||||||||||||||
InhaltDefinition
| DefinitionWissenschaftstheoretische Probleme von DefinitionenAnforderungen an DefinitionenKlassische DefinitionsregelnWelche Regeln des Definierens man einhält, ist grundsätzlich abhängig davon, welcher Definitionslehre zu folgen man sich entschieden hat. Auch die klassischen Definitionsregeln lassen sich auf Aristoteles zurückführen; sie werden heute vielfach als veraltet und in der modernen Wissenschaft meist als nicht sehr hilfreich angesehen.
NichtkreativitätVon einigen Autoren wird die Nichtkreativität von Definitionen gefordert. Damit ist gemeint, dass unter Hinzunahme der Definition zu einer Theorie nichts erschlossen werden kann, was nicht bereits ohne jene Definition erschließbar wäre. EliminierbarkeitWenn eine Äquivalenzdefinition korrekt gebildet ist, kann in allen Sätzen das Definiendum durch das Definiens oder das Definiens durch das Definiendum ersetzt werden ohne dass sich der Wahrheitswert der Aussage ändert. Diese Eigenschaft gilt aber nicht für alle Definitionsarten, z. B. nicht für partielle oder rekursive Definitionen. Die Eliminierbarkeit gilt auch nicht, wenn man sich auf der Metaebene befindet. Zum Beispiel folgt aus der Definition "Ein Schimmel ist ein weißes Pferd. " und dem Satz Der Ausdruck "'Schimmel' hat acht Buchstaben" nicht "'weißes Pferd' hat acht Buchstaben". ZirkelfreiheitKarl Christian Friedrich Krause formuliert als erstes "Grundgesetz der Definition":Und Krause liefert auch gleich zwei Beispiele: AngemessenheitAls drittes Grundgesetz der Definition bezeichnet Krause die Regel, dass eine Definition weder zu eng noch zu weit sein darf. Eine zu weite Definition wäre "Ein Vogel ist ein eierlegendes Tier", da auch Krokodile Eier legen. KürzeAristoteles und Cicero haben gefordert, dass eine Definition kurz sein soll. Dem steht entgegen, dass Definitionen mitunter sehr lang sind. Häufig deuten aber lange Definitionen darauf hin, dass sie Bestandteile enthalten, die nicht die Verwendung eines Ausdrucks erläutern, sondern zur Untersuchung des mit dem Ausdruck Bezeichneten gehören.RedundanzfreiheitEng verwandt mit der Forderung nach Kürze ist die Forderung nach Redundanzfreiheit. Nach dieser Forderung darf eine Definition keine Bestandteile enthalten, die aus dem Rest der Definition logisch folgen. Beispiel: "Ein Parallelogramm ist ein Viereck, bei dem die Gegenseiten jeweils parallel und gleich lang sind sowie die Diagonalen sich gegenseitig halbieren" ist redundant, da dieser Satz bereits aus dem Satz "Ein Parallelogramm ist ein Viereck, bei dem die Gegenseiten jeweils parallel sind" folgt. Ist eine Definition nicht redundanzfrei, spricht man von einer Definition mit Pleonasmus (definitio abundans).
Copyright- und Lizenzinformationen: Diese Seite basiert auf dem Artikel Definition aus der freien Enzyklοpädιe Wιkιpedιa und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). Liste der Autoren |
| ||||||||||||||||
Load: 54; Render: 0; Total: 54