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Inhalt

Carrara-Marmor

Geologie/ Steinbildhauer und Bauwerke

Geschichte

  

Mittelalter und Frühe Neuzeit

  

Klassizismus

  

Industrialisierung

  

20. Jahrhundert bis zur Gegenwart

Lage der Steinbrüche

  

Marmorbahn

  

Becken von Fantiscritti

  

Becken von Torano/ Becken von Colonnata/ Weitere Steinbrüche

Gewinnung/ Mineralbestand

Verwendung

Siehe auch/ Weblinks/ Literatur/ Einzelnachweise

 

 

Carrara-Marmor

Weißer Marmor aus Carrara. Das Muster ist ca. 13  cm hoch

Steinbruch bei Carrara in den apuanischen Bergen im Bacino di Fantiscritti

Denkmal für die Steinbrucharbeiter in Carrara

Carrara-Marmor ist einer der bekanntesten Marmore weltweit. Carrara-Marmor ist der Oberbegriff für mehr als 50 unterschiedliche Handelsnamen, die je nach Steinbruch, Tradition, Güte und Konvention, wie z. B. Carrara-Marmor C, Ordinario, Venato, Calacatta usw. benannt werden. Carrara ist keltisch und bedeutet Steinbruch. Carrara ist eine Stadt in der italienischen Provinz Massa-Carrara und liegt in der Region Toskana.

Carrara-Marmor wird bereits seit Ende der römischen Republik abgebaut. Erst der Renaissance-Bildhauer Michelangelo verschaffte diesem Marmor Berühmtheit. Durch ungünstige wirtschaftliche und politische Verhältnisse sowie durch Kriegseinflüsse blieb die Marmorproduktion in Carrara jahrhundertelang hinter ihren Möglichkeiten zurück. Die Gewinnung der schweren Steinblöcke war bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts überaus mühselig und aufwendig und erst technische Neuerungen, wie die mit Dampf, Dieselkraftstoff und elektrischer Energie angetriebenen Steinbearbeitungsmaschinen, ermöglichten den Abbau in großem Umfang. Dadurch wurde Carrara zum internationalen Zentrum der Marmorbearbeitung. Anfang der 1960er-Jahre gelang es, die Produktion der Nachfrage anzugleichen, als die Steinbrüche in exponierter Lage durch ein Netz von Straßen erschlossen wurden.

Entstanden ist Carrara-Marmor vor 30 Millionen Jahren, weil sich die Kontinentalplatten von Afrika und Europa aufeinander zu bewegten und zu den apuanischen Alpen aufwölbten. Dabei wurden die Calcit-Ablagerungen aus abgestorbenen Meeresorganismen unter hohem Druck und sehr hohen Temperaturen zusammengepresst und wandelten sich dadurch zu Marmor.


Neben einer Verwendung für Bildhauerarbeiten und Denkmäler wird Carrara-Marmor heute vor allem als Boden- und Treppenbeläge und Fensterbänke im Innenausbau sowie als Natursteinfliesen in Bädern verbaut.
Die Steinbildhauer verwenden wie früher den legendären und teuren Statuario.

 

 

 

 

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