Wurzelzieher

Inhalt

Branch-and-Bound

Das Prinzip/ Vorgehensweise

  

Bound, die Schranke

  

Bound (Begrenzung)

  

Dominanz

Anwendung auf Probleme der ganzzahligen linearen Optimierung

  Lösungsweg
  

Ein einfaches Beispiel

  

Bewertung des Verfahrens

Zur Geschichte/ Literatur

 

 

Branch-and-Bound

Anwendung auf Probleme der ganzzahligen linearen Optimierung

Lösungsweg

Das Problem kann man mit Hilfe des Branch-and-Bound-Verfahrens lösen. Zuerst wird alsbisher bester Zielfunktionswert gesetzt und die Ganzzahligkeitsbedingung weggelassen:

  • Maximiere   G = a*x
  • unter der Nebenbedingung
    Ax ≤ b
    x ≥ 0

Das so entstandene Problem nennen wir P0. Dieses nun lineare Optimierungsproblem löst man mit dem Simplex-Verfahren. Im Allgemeinen wird die erhaltene Lösung nicht ganzzahlig sein, d. h. x1, x2 … xn sind nicht durchgängig ganzzahlig. Ohne Beschränkung der Allgemeinheit betreffe dies auch x1.

Nun versucht man, Lösungen mit ganzzahligem x1 zu finden. Sei s1 die größte ganze Zahl kleiner als x1. Dann formuliert man zwei neue lineare Optimierungsprobleme P11 und P12 derart, dass die vorher gefundene Lösung jeweils ausgeschlossen wird:

  • P11 – Maximiere   G = a*x
  • unter der Nebenbedingung
  • Ax ≤ b
    x ≥ 0
    x1 ≤ s1
  • P12 – Maximiere   G = a*x
  • unter der Nebenbedingung
  • Ax ≤ b
    x ≥ 0
    x1 ≥ s1 + 1

Eine solche Aufteilung in Unterprobleme nennt man branch (engl. Verzweigung).


Beide Teilprobleme werden mit dem dualen Simplexverfahren gelöst. Folgende Fälle könnenauftreten:

  1. Der zulässige Bereich wird leer.
  2. Man findet eine ganzzahlige Optimallösung für das Teilproblem.
  3. x1 wird ganzzahlig, dafür aber ein anderes xi nicht, wobei es keine Rolle spielt, ob jenes xi vorher ganzzahlig war oder nicht.

Im Fall (1) erledigt sich das Teilproblem. In den anderen Fällen gilt das auch, wenn ist und nur eine Optimallösung gesucht wird oder ist und alle Optimallösungen gesucht werden.Ansonsten speichert man im Fall (2) die gefundene Lösung als bisher beste und ersetzt durch G, während im Fall (3) das Teilproblem weiter aufzuspalten ist.

Auf diese Weise wird der gesamte Lösungsraum durchsucht und eine Optimallösung gefunden, wenn es eine gibt und das Verfahren nicht vorzeitig abgebrochen wurde. Es ist durchaus möglich, dass man trotz erschöpfender Suche keine Lösung findet. Dann besitzt das Ausgangsproblem keine zulässigen Lösungen.

 

 

 

 

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