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InhaltBalkanfeldzüge des Maurikios
| Balkanfeldzüge des MaurikiosDie Balkanfeldzüge des Maurikios waren eine Serie von Feldzügen, die der oströmische Kaiser Maurikios (reg. 582–602) unternahm, um die oströmischen Balkanprovinzen gegen Awaren und Slawen zu verteidigen. Maurikios war neben Anastasios I. (491 bis 518) der einzige spätantike Kaiser, der im Rahmen seiner Möglichkeiten eine konsequente Balkanpolitik betrieb und somit einer Sicherung der Nordgrenze des Reiches gegen die Einfälle von Völkern aus dem Barbaricum die nötige Aufmerksamkeit schenkte. In der zweiten Hälfte seiner Regierungszeit (ab 591) waren sie dank eines Friedens mit Persien der Schwerpunkt seiner Außenpolitik und deutlich erfolgreicher als vordem. Weit verbreitet und falsch ist die Annahme, dass die Feldzüge des Maurikios auf dem Balkan nur ein letztes Aufbäumen gewesen seien und dass die römische Herrschaft auf dem Balkan unmittelbar nach dem Sturz von Maurikios 602 zusammengebrochen sei. Maurikios war zuletzt auf gutem Wege, die dauerhafte Landnahme der Slawen auf dem Balkan zu verhindern und die spätantike Ordnung auf dem Balkan zu erhalten. Er hatte mit seinen langwierigen Feldzügen Erfolg, abgesehen von einem Rückschlag 597/598. Sein Werk wurde jedoch durch die politischen Wirren nach seinem Sturz zunichte gemacht. Rückblickend betrachtet war dies der Abschluss der über Jahrhunderte geführten römischen Abwehrfeldzüge gegen Barbaren an Rhein und Donau. Zumindest in Bezug auf die Slawen handelte es sich dabei um einen Kampf gegen nichtstaatliche Bedrohung mit asymmetrischer Kriegführung. Im Ergebnis verzögerte sich die slawische Landnahme durch Maurikios und vielleicht auch durch seinen Nachfolger Phokas um über zwei Jahrzehnte.
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