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Aussagen, Formeln und TautologienAllgemein ausgedrückt, ist eine Aussage ein sprachliches Konstrukt, dem man genau einen der beiden Wahrheitswerte wahr oder falsch zuordnen kann. Diesen Grundsatz bezeichnet man als tertium non datur - wörtlich, aus dem Lateinischen übersetzt, bedeutet es "ein Drittes ist nicht gegeben". Einige Beispiele für einfache Aussagen:
Aus einer Aussage kann man mit Hilfe der Negation - ausgedrückt mit dem Wort nicht - eine neue Aussage erzeugen:
Die Verknüpfung zweier Aussagen durch eine Konjunktion - ausgedrückt mit dem Wort und - ist eine neuen Aussage: Jena liegt an der Saale und die Straße ist nicht nass; (wahre Aussage). Ebenso können zwei Aussagen durch eine Disjunktion - ausgedrückt mit dem Wort oder zu einer neuen Aussage verknüpft werden: Jena liegt an der Saale oder die Straße ist nicht nass; (wahre Aussage).
Zwei weitere Möglichkeiten der Verknüpfung von zwei Aussagen zu einer neuen Aussage sind die Implikation und die Äquivalenz. Die Implikation wird mit der Konstruktion wenn ... dann ausgedrückt: Wenn die Straße nass ist, dann liegt Hamburg in Thüringen; (wahre Aussage). Bei der Äquivalenz verwendet man die sprachliche Konstruktion genau dann, wenn: Jena liegt an der Saale genau dann, wenn Hamburg in Thüringen liegt; (falsche Aussage). Jedoch will man in der Logik nicht mit (u.U. mehrdeutigen) sprachlichen Konstrukten arbeiten und überträgt daher die Aussagen in eine andere, eigene Sprache - diesen Vorgang bezeichnet man als Formalisierung.
N. Bourbaki Copyright- und Lizenzinformationen zu dieser Seite | Amazon.de empfiehlt: ![]() Einführung in die formale Logik für Philosophen Thomas Zoglauer
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