Wurzelzieher

Inhalt

Astrologie

Etymologie/ Weltanschauung der Astrologie

Das Horoskop, seine Elemente und Deutung

  

Verschiedene Horoskoparten

  

Planeten (Gestirne)

  

Tierkreiszeichen

  

Häuser oder Felder

  

Aspekte

Geschichte der Astrologie

  

Astronomie und Astrologie früher Kulturen

  

Entwicklung der Astrologie in Europa

  

Einbezug von später entdeckten Planeten/ Neuere Richtungen der Astrologie

  

Unterstützung durch Wissenschaftler

Astrologie in anderen Kulturräumen

Rezeption

  

Fehlende naturwissenschaftliche Grundlage

  

Keine Beweise für astrologische Einflüsse

  

Psychologie

Astrologie im gesetzlichen Rahmen/ Literatur

  

Allgemein

  

Schulen/ Kritik

Einzelnachweise/ Weblinks

 

 

Astrologie

Homo signorum aus den Très Riches Heures des Herzogs von Berry (1412-16; Chantilly, Musée Condé, Ms. 65, fol. 14v).

Die Astrologie (, astron, „Stern“, , logos, „Lehre“ - Sterndeuterkunst) beansprucht, aus den Positionen von Himmelskörpern Ereignisse, Schicksal und Persönlichkeitsmerkmale von Menschen deuten und teilweise prognostisch näher bestimmen zu können. Grundlagen für die Deutung sind in der westlichen Astrologie das Horoskop, die Tierkreiszeichen, Aspekte der Himmelskörper (Sonne, Mond und Planeten) aus geozentrischer Sicht, Häuser oder Felder und in manchen Schulen auch einzelne Sterne. Aus Sicht der heutigen Wissenschaft wird die Astrologie der Esoterik bzw. den Para- oder Pseudowissenschaften zugerechnet.

Die Ursprünge der westlichen Astrologie liegen in Babylonien, Assyrien und Ägypten. Den ältesten erhaltenen Beleg stellt der altägyptische Naos der Dekaden aus dem vierten Jahrhundert v. Chr. dar. In noch heute angewandten Grundzügen wurden im 2. nachchristlichen Jahrhundert die damaligen Ansichten von Claudius Ptolemäus in seinen Tetrabiblos formuliert. Von der westlichen Astrologie zu unterscheiden sind die chinesische, die indische und die alt-amerikanische Astrologie.


Astrologie wurde im Mittelalter im Rahmen der artes liberales des Fächerkanons an Universitäten betrieben. Mit Beginn der Gründung von universitären Einrichtungen auf europäischen Raum gab es wissenschaftliche Kritik an der Astrologie. Ende des 14. Jahrhunderts verfasste Heinrich von Langenstein, Gelehrter der Mathematik, Astronomie, Theologie und Philosophie für die Pariser Universität eine kritische Abhandlung über die Astrologie mit dem Titel Contra astrologo conjunctionistas de eventibus futurorum. Die Astrologie sah sich mit dem Problem konfrontiert, im Wissenschaftsbetrieb ihre Berechtigung zu finden und wurde durch die Astronomie verdrängt. Ab der Etablierung des Heliozentrischen Weltbildes durch Kopernikus begannen Georg Joachim Rheticus und Johannes Kepler die polytheistischen Vorstellungen widerstreitender Einflüsse der Planeten durch eine an mathematischen Harmonien ansetzende Astrologie zu ersetzen. Bisherige empirische Misserfolge wurden auf die Fehler der vorkopernikanischen Astronomie geschoben. Gleichwohl galt die Astrologie unter Wissenschaftlern zunehmend als unplausibel und als eine der ältesten Formen des Aberglaubens. In der Folge wurde die Astrologie an allen europäischen Universitäten abgeschafft; beginnend 1666 in Frankreich. Alle späteren Versuche, die Astrologie erneut als Wissenschaft zu etablieren, sind gescheitert.

 

 

 

 

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